AdUnit Billboard

Woelkis Zwiespältigkeit

Lesedauer

Zum Artikel „Kardinal Woelki bittet Gläubige um eine zweite Chance“ vom 3. März:

Ja was denn nun? Rücktritt oder doch nicht Rücktritt? Beides gleichzeitig geht ja wohl nicht. In fünf Monaten Auszeit scheint Kardinal Woelki selbst nicht zu der Erkenntnis gelangt zu sein, dass nur sein konsequenter Rücktritt zur Beruhigung im Bistum führen kann. Nicht ein vorsichtiges Rücktrittsangebot an den Papst, das ja sowieso nicht ernst gemeint sein kann. Denn wenn ich ernsthaft zurücktreten will, dann tue ich es auch – mit allen Konsequenzen. Da frage ich nicht erst an – und hoffe im Stillen, dass ich hofiert werde. Da lege ich alle Ämter und Vergünstigungen ohne Wenn und Aber nieder und mache Platz für einen wirklichen Neuanfang. Diese Zwiespältigkeit Woelkis kann ja nun selbst der „strengste Gläubige“ nicht mehr ernst nehmen. Ist das die neue Erkenntnis, die Woelki aus den Exerzitien gezogen hat? Nach dem Motto: „Ich habe nachgedacht und hatte die Erleuchtung, dass Ihr (die Gläubigen, die noch da sind) es weiterhin mit mir aushalten solltet. Ich biete mal pro forma den Rücktritt an, aber meinen Posten räumen will ich nicht wirklich.“ Der Papst hatte jetzt fünf Monate Zeit, nachzudenken. Jetzt sollte er schnellstens die richtigen Konsequenzen ziehen. Herr Alfter hat mit seinem deutlichen Kommentar auf den Punkt getroffen.

Versandform
Von
Angela Wolf
Ort
Mannheim
Datum
AdUnit Content_1
AdUnit Mobile_Pos2

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3HYdmpB

AdUnit Mobile_Footer_1