Wir gehören der Natur

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Zum Artikel „Der Wolf hinterlässt haufenweise Spuren“ vom 21. Mai:

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Die Landnahme geschieht ausschließlich durch den Menschen, der den angestammten Lebensraum der Wildtiere systematisch zerstört. Um zu überleben, bleibt dem Wolf keine andere Wahl, als in den vom Menschen besetzten Lebensraum vorzudringen. Wann wird der böse Wolf endlich lernen, auf seiner zugewiesenen Parzelle ein glückliches Leben zu führen und vor allem den Nachwuchs zu begrenzen? Wann den Sinn von Zäunen und Verbotsschildern begreifen sowie die Vorteile einer veganen Lebensweise? Vom Menschen gewiss nicht.

Der Mensch ist das einzige Lebewesen, welches keinen erkennbaren Nutzen für Flora und Fauna aufweisen kann. Nur dort, wo der Mensch noch keine Fußspuren hinterlassen hat, ist die Schöpfung noch unbeschadet. Allein der Mensch macht den angestammten Lebensraum der Tiere streitig. Begriffe wie Schädling ergeben sich einzig und allein aus der Sichtweise des Menschen. Als unvernunftbegabtes Wesen wird er diese Welt solange zu seinem Nutzen umgestalten und missbrauchen, bis für Flora und Fauna kein naturbelassener Raum mehr vorhanden sein wird. Von einem artgerechten Leben ganz zu schweigen.

Mehr Tiere überfahren

Wo der Mensch in die Schöpfung eingreift, entsteht nur scheinbar Vernünftiges. Unter dem Druck der Jagd-Lobby wird geltendes EU-Recht gebrochen. Schnell ist man beim Abschuss, Ausrotten, Vergiften oder bei dauerhafter Vertreibung, um den vorrangigen Interessen des Menschen gerecht zu werden. Der Begriff des Interessensausgleichs – welch ein armseliges Argument.

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Es werden weit mehr Nutztiere vom Blitz erschlagen und auf Straßen überfahren als von Wölfen gerissen. Doch daran haben wir uns gewöhnt und es beunruhigt nicht wirklich. Die Natur gehört uns nicht, wir gehören der Natur. Schon Konfuzius wusste das vor 2500 Jahren. Doch diese Erkenntnis ist offenbar verloren gegangen.

Wolfgang H. Rudolf, Mannheim

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