Leserbrief „Was dem Jupiter erlaubt ist ...“

Lesedauer

Zu den Artikeln „Rihm macht den nächsten Schritt“ vom 29. Oktober und „Hornung wechselt zur CDU-Fraktion“ vom 17. Oktober 2017:

AdUnit urban-intext1

CDU-Fraktionschef Claudius Kranz wird mit dem Satz zitiert, „konsequent wäre es gewesen, das Stadtratsmandat zurückzugeben, denn schließlich wurde auch er, wie alle anderen CDU-Stadträtinnen und Stadträte über die CDU-Liste in den Gemeinderat gewählt.“ Nur mal zur Erinnerung aus einer Meldung des „MM“ vom 17. Oktober 2017: „Grünen-Stadtrat Thomas Hornung (42) hat seine Fraktion am Montagabend verlassen und sich unmittelbar danach der CDU angeschlossen. Die Fraktion der Christdemokraten stimmte Hornungs Antrag zur Aufnahme einstimmig zu.“

Hornung nahm Mandat mit

Das Mandat als Stadtrat nahm der grüne Stadtrat Hornung zur CDU mit, weil es „die Wähler mir persönlich übertragen“ haben. Und die CDU-Fraktion erfreute sich damals, ihr inhaltliches Portfolio um das Thema Umweltschutz erweitern zu können. Ein Sprichwort, nach dem sich die CDU-Fraktion wohl orientiert, lautet: „Wenn zwei das Gleiche tun, ist das noch lange nicht dasselbe“. Das stammt aus dem Lateinischen: „Was dem Jupiter erlaubt ist, ist dem Ochsen nicht erlaubt“ (Quod licet Iovi, non licet bovi).

Wer Hornung vor drei Jahren einstimmig in die Fraktion aufgenommen hat, sollte Herrn Stadtrat Chris Rihm jetzt nicht auffordern, sein Mandat aufzugeben.

AdUnit urban-intext2

Mathias Kohler

Mannheim

AdUnit urban-intext3

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/327OUQz http://bit.ly/2i1K4fT

AdUnit urban-intext4