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Warum dauert es so lange?

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Zum Artikel „Schnelle Umsetzung möglich“ vom 23. März:

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Am 14. August 2018 stürzte in Genua die Morandi-Brücke ein. Am 3. August 2020 wurde die neu erbaute Brücke eingeweiht. Es vergingen gerade mal zwei Jahre vom Einsturz der Brücke bis zu ihrer Wiedereröffnung. Und das in Italien!

Und nun zu Deutschland, genauer Ludwigshafen. Sie schreiben, dass nun der Neubau der Hochstraße in einem beschleunigten Verfahren umgesetzt werden kann. Im Oktober (!) sollen erste Entwürfe vorgestellt werden. Im Idealfall Fertigstellung 2025. Wow! Was für eine Beschleunigung. Ich habe keine Ahnung vom Bauwesen. Fakt aber ist, dass die Situation in Genua und Ludwigshafen durchaus vergleichbar sind. In beiden Fällen ist ein nicht vorhersehbares Ereignis eingetreten, mit massiver Schädigung der Wirtschaft, Zusammenbruch beziehungsweise massive Störung der Verkehrsinfrastruktur und damit verbundenen Zumutungen für die Bewohner.

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Veröffentlicht
Von
Julian Eistetter
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Man könnte es durchaus so formulieren, dass Gefahr in Verzug ist. Hier ist schnellstes Agieren notwendig. Wie kann es sein, dass alleine die Planung im Fall der Hochstraße so lange dauert wie in Neapel der komplette Brückenneubau? Liegt das an übertriebenem Bürokratismus, Kompetenzgerangel?

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Es wäre für einen Normalbürger sicherlich interessant zu erfahren, warum das alles so lange dauern muss. Etwas mehr Transparenz und Aufklärung würden dem Vertrauen der Bürger in die Behörden, Ämter und Funktionsträger sicherlich dienlich sein. So bleibt der fade Beigeschmack, warum können die das und wir nicht (mehr). (von Helmut Adelmann, Mannheim)