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Wann kommt eine feministische Strategie?

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Zum Thema Afghanistan:

Die Bemühungen der vergangenen 20 Jahre haben deutlich gezeigt, dass Hilfen für Afghanistan ein Fass ohne Boden sind, denn die eigene (männliche) Bevölkerung ist nicht bereit, ihr Land zu reformieren, beziehungsweise war nicht bereit es zu verteidigen. Weiterer Geld-Transfer (Forderung der UN 4,5 Milliarden) unterstützt nur die Herrschaft der Taliban und wird verpuffen wie weiße Kreide im schwarzen Schornstein.

Verbesserung ausgeschlossen

Solange Frauen (Hälfte der Bevölkerung) unter dem Deckmantel des Islam weiterhin systematisch diskriminiert und von der Teilhabe an der Öffentlichkeit, Bildung und Wirtschaft ausgeschlossen sind, ist eine Verbesserung der Verhältnisse ausgeschlossen. Wir helfen Afghanistan meines Erachtens auch nicht, indem wir tausende ausgebildete Ortskräfte bei uns aufnehmen, sie würden vielmehr vor Ort zur Stabilisierung der Gesellschaft und Wirtschaft benötigt.

Ich zitiere Peter Scholl-Latour: „Wer halb Kalkutta aufnimmt, hilft nicht etwa Kalkutta, sondern wird selbst zu Kalkutta“. Ich bin gespannt, wann unsere neue Außenministerin ihre Strategie für eine feministische Außenpolitik in Afghanistan vorstellen möchte. Ich wünsche Annalena Baerbock von Herzen viel Glück und Erfolg.

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