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Vertrauen stärken

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Zum Artikel „Stadt Mannheim erteilt Stadion-Neubau Absage“ vom 22. September:

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Leserbrief Michael Lange

Unabhängig davon, ob am Ende das Carl-Benz-Stadion saniert oder ein neues Stadion gebaut wird, befremdlich ist wieder einmal, was in der Stadtverwaltung vor sich geht.

Es kann doch nicht sein, dass ein solches Thema von Dezernenten hinter verschlossenen Türen besprochen wird und dann alle anderen Gremien vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Wenn eine Entscheidung von solcher Tragweite ansteht, erwartet man doch, dass alle kommunalen Gremien sich damit befassen können, alle Aspekte berücksichtigt werden und am Ende dieses Prozesses ein belastbares Ergebnis präsentiert wird. Stadtverwaltung bedeutet ja Verwaltung, nicht Bevormundung beziehungsweise Stadtbevormundung.

Ebenso sonderbar ist es, das zur Ablehnung der Dezernenten ausgerechnet die übergeordneten Ziele des Leitbilds Mannheim 2030 (Klima) angeführt werden. Würde man diese Ziele konsequent verfolgen, dürften im Friedrichspark keine Universitätsneubauten entstehen, sondern auch hier bereits bestehende Gebäude in Betracht gezogen werden. So bekommt man hier den Eindruck, die Verwaltung bezieht sich auf diese Ziele, wenn es ihren Interessen nutzt, ansonsten kann man auch durchaus anders entscheiden und nimmt es dann damit nicht so genau.

Hier wird der Eindruck erweckt, es wird Klientelpolitik gemacht. Mehr Ehrlichkeit bei dem Bezug auf die übergeordneten Ziele würde das Vertrauen in die öffentliche Hand stärken und mit Sicherheit nicht schaden.

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Von
Michael Lange
Ort
Mannheim
Datum

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3ooCu2J

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