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Umbenennung polarisiert

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Zum Artikel „Komponisten mit Schattenseiten“ vom 16. Juli:

Leute, habt Ihr keine anderen Sorgen? Natürlich haben die meisten Komponisten auch ihre Schattenseiten, auch Mozart und Wagner. Überall, wo Straßen und Plätze nach berühmten Komponisten wie Richard Strauss, Carl Orff, Hans Pfitzner und Richard Wagner benannt wurden, geschah das aber zum Gedenken an ihr kompositorisches Schaffen.

Sie waren und sind nicht berühmt für das, was sie gedacht und gesagt haben, sondern für das, was sie getan und geschaffen haben. Ja, Wagner und Pfitzner waren Antisemiten, aber sie haben Großartiges geschaffen, und nur dafür wurden sie geehrt. Also, lasst die Benennungen der Straßen so wie sie sind, denn diese Komponisten haben es verdient!

Wenn die Straßenschilder der Komponisten entfernt werden sollen, weil sie sich mit den Machthabern des Dritten Reichs arrangierten, dürfte man konsequenterweise auch deren Kompositionen nicht mehr spielen. Keine Carmina Burana, kein Rosenkavalier und viele andere. Wer will das schon? Es ist doch so, dass alle, die damals versuchten, Widerstand zu leisten, unter Verfolgung und Terror leiden mussten. Um es mit Franz Lehár (das war übrigens auch so einer, der Auszeichnungen von Hitler bekommen hat) zu sagen: „Freunde, das Leben ist lebenswert“ (noch). Also lassen wir die Schilder stehen und sorgen wir dafür, dass diese schlimmen Zeiten des Nazi-Deutschlands nie wieder kommen!

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3OzFX7V

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