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Ukraine-Krieg und die Folgen

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Zum Thema Ukraine:

Andrij Melnyk, Botschafter der Ukraine in Deutschland, bei einem Solidaritätsabend im Berliner Friedrichstadtpalast. Melnyk kritisiert Deutschland häufig.
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Der ukrainische Präsident erklärt unser Staatsoberhaupt zu einer unerwünschten Person, das heißt, ganz Deutschland ist dort nicht willkommen. Stattdessen besitzt er die Frechheit, uns aufzufordern, dafür unseren Bundeskanzler mit schweren Waffen für ihn zu schicken. Das ist doch der Gipfel der Unverfrorenheit, dieser Mensch ist genau so krank wie Putin und dem sollen wir aus Solidarität unsere wirtschaftliche Zukunft opfern?

Hoffentlich gibt unser Kanzler nicht nach und es werden keine deutschen Panzer und andere schwere Waffen in diesem Krieg benutzt. Wie viele Diffamierungen und Beleidigungen müssen wir uns noch von dieser Person gefallen lassen? Selbst die Kriegswirren können das alles nicht entschuldigen. Dieses Verhalten sollte Konsequenzen haben und auch der ukrainische Botschafter sollte in Deutschland als unerwünschte Person erklärt werden. Nach Beendigung des Krieges werden wir uns noch über diesen ukrainischen Präsidenten wundern, wenn er seine Maske fallenlässt und seinen wahren Charakter zeigt, doch dann wird es für unsere und die europäischen Wirtschaft zu spät sein

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Von
Manfred Gayer
Ort
Dossenheim
Datum

Bei allem Verständnis für die furchtbare Lage der Ukraine ist die Ablehnung des Besuches unseres Bundespräsidenten eine unglaubliche Respektlosigkeit seitens der ukrainischen Führung. Immerhin sind wir größter Geldgeber sowie viertgrößter Waffenlieferant der Ukraine, dies sollte die dortige Führung endlich einmal anerkennen, würdigen und respektieren. Deshalb sollte der Bundeskanzler in nächster Zeit nicht nach Kiew reisen.

Respektlose Art

Aus meiner Sicht sollte Botschafter Melnyk einbestellt werden, um endlich einmal klarzustellen, bei wem in Deutschland die politische Richtlinienkompetenz liegt. Dieser Mann treibt uns seit Wochen in unverschämter und respektloser Art und Weise vor sich her, fordert, fordert und fordert. Botschafter Melnyk legt Blumen an Stepan Banderas Grab nieder, lobt das faschistische Asow Regiment in den höchsten Tönen und belehrt uns. Wir sollten ihm endlich deutlich mitteilen, dass wir von einem solchen Menschen keine Belehrungen annehmen.

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Von
Emanuel Bauder
Ort
Mannheim
Datum

Nein Herr Backfisch, ich kann Ihnen nicht zustimmen. Man kann den Bundeskanzler kritisieren, das ist jedenfalls leichter, als die Verantwortung zu tragen, wie man gegenüber dem „geisteskranken Despoten“ richtig reagiert, ohne dass der Russe in seinem Wahn sich von uns angegriffen fühlt und mit seinen Raketen im ehemaligen Königsberg (Kaliningrad) mal eben zehn bis 20 deutsche Städte innerhalb zehn Minuten auslöscht, noch bevor wir in der Lage wären, Luftalarm auszulösen. Wer bitte mag dieses Risiko eingehen?

Diese „Scharfmacherei“, die neuerdings sogar von den Grünen und teilweise den Medien betrieben wird, ist unverantwortlich! Dass der ukrainische Präsident und sein Botschafter in Deutschland in ihrer Not alle Wunschregister ziehen, mag man noch akzeptieren, wenngleich mitunter schwer erträgliche Behauptungen zu Deutschland aufgestellt werden. Und mit der „Zeitenwende“ hat Scholz sicher nicht angekündigt, dass wir kopflos in einen möglichen Dritten Weltkrieg stolpern, Hauptsache wir helfen der Ukraine.

Ich bin kein Militärstratege, aber wenn man die Sache vom möglichen Ende her denkt, dann verbietet es sich, schwere Angriffswaffen zu liefern, zumal die Soldaten deren Technik nicht beherrschen. Die russische Armee wird immer stärker sein als die Ukrainer und wem bitte ist geholfen, wenn noch mehr Menschen ihr Leben verlieren, wenn in der Ukraine kein Stein mehr auf dem Anderen steht?

Putin etwas geben

Wenn sich niemand findet, der das Leben des Despoten beendet, dann bleibt nur eine sinnvolle Lösung: Die UN, welche den russischen Angriff bereits verurteilt hat, macht sich zum Friedensbewahrer mit Bauhelm-Armee gegenüber beiden Seiten. Und ja, man muss Putin etwas geben, zum Beispiel den Donbass, bei entsprechenden Zusicherungen. Die Alternative ist: Die Nato greift an, ohne dass es Putin schon morgens in der deutschen Presse lesen kann. Wer bitte kann eine solche Verantwortung übernehmen?

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Von
Peter Krebs
Ort
Mannheim
Datum
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Ein Affront gegen den Bundespräsidenten? Warum diese zwanghafte Aufgeregtheit. Wenn jemand in dieser Zeit das Recht hat, sich zu empören, dann sind das nun mal die Ukrainer. Denn die, ganz besonders die Entscheidungsträger, befinden sich in einer fürchterlichen Situation. Diese Personen stehen unter unmenschlichem Druck, ständig richtige Entscheidungen zu treffen. Der Abweisung unseres Präsidenten muss daher absolute Empathie entgegengebracht werden.

Belehrungen, wie sie von Herrn Mützenich und anderen „wichtigen“ Personen hervorgebracht wurden, sind hier das Allerletzte. Stattdessen sollten endlich alle Geschäftsbeziehungen zu Russland beendet werden – sofort! Das wäre ein Ausrufezeichen für die freie Welt und gegen die Despoten. Oder ist unser Wohlergehen wichtiger als Menschenleben?

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Von
Joachim Lucker
Ort
Wilhelmsfeld
Datum

Ich bin ein Kriegskind. Der Vater Arzt, im Einsatz mit der Rot-Kreuz-Fahne von Tiefflieger beschossen – tot. Die Mutter, 38 Jahre, mit vier kleinen Kindern blieben zurück. Mir wird bewusstgemacht, die Flucht wurde uns erspart, ein großer Garten ernährte uns. Die Ukraine-Bilder machen fassungslos und sehr traurig. Mein Gedanke: Wir müssen helfen, so wie es viele Andere tun und gehen zur Jugendherberge und fragen einen der Verantwortlichen, was gebraucht wird. Die Antwort: Hygieneartikel. Wir kauften diese und wollten tags darauf den Karton abgeben. Jetzt hieß es: „Wir nehmen nichts mehr an“ und wir wurden an die Bahnhofsmission verwiesen, dort an die Caritas in D 6, 7. Dort angekommen halfen sofort freundliche Leute, den Kofferraum auszuräumen, auch Kleidung und Spielsachen.

Vorbei mit Wirtschaftswunderland

Letztlich habe ich den Eindruck, alle Institutionen sind überfordert. In Ihrer Ausgabe vom 6. April schreiben Sie „Ukrainer protestieren vor der BASF“. Haben denn diese Leute kein Hirn zum Denken? Sollten diese sich nicht besser ihren Landsleuten zur Verfügung stellen? Was ist, wenn die BASF und andere Firmen ihre Produktion so weit herunterfahren, was ist mit den Leuten, die dann ihre Arbeitsplätze verlieren? Dann ist es vorbei mit dem Wirtschaftswunderland, vorbei mit der Hilfe, die wir doch alle erbringen. Dank an die vielen jungen Leute, die sich so solidarisch erweisen.

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Von
Lilly Transfeld,
Ort
Mannheim
Datum

Schreihälse und Streithammel infizieren ihr Umfeld. Emotionalisiert fordern die Entrüsteten Aufrüstung. Statt friedenswilliger Ingredienzien-Willigkeit wird das Feuer geschürt, scharfe Gewürze zugegeben, die das Linsengericht ungenießbar machen, womit unser europäisches Haus (anders als eines ehrbaren Kaufmanns würdig) als Flickenteppich befriedet wurde. Wie nur ist sogar Herr Habeck zu einem zündelnden Hallodri geworden? Hat seine Friedens-Contenance verloren im Angesicht eines Bruderkriegs, (besser: familiärer Mischpoke), dessen fragliche Sieger sich im Versehrtensanatorium (Badenweiler lässt grüßen) wieder mühsam aufrichten lassen müssen?

Da lob ich mir einen Herrn Rathenau, dessen Rapallo-Verträge einstmals Wunden heilten. In Lagerdenke lassen wir uns zu Gut- und Böse-Kategorisierung hinreißen. Verteufeln die einen und glorifizieren die anderen. Seit wann lassen wir uns von Pubertier-Hitzköpfen ins Unglück stürzen? Kein König ohne Gefolgschaft! Auch die kleinste Herrschaft ist es nicht wert, für sie den Kopf hinzuhalten!

Wer ist der grässlichste Verbrecher: Der, der zuerst zuschlug oder der, der seine Verteidigung innerhalb urbaner Zentren organisiert und somit unsägliches Leid provoziert? Haben wir wirklich ein solch kurzes Gedächtnis, nicht mehr zu wissen, was unter anderem in Leningrad, Stalingrad, Königsberg und Breslau geschah, nachdem diese Städte damals zu Festungen erklärt wurden?

Es gäbe heute keine Hagia Sophia, keine Alhambra. Rom und Paris wären nur bedingt eine Reise wert, hätten die Verteidiger nicht die Tore geöffnet. Auferstanden aus Ruinen klingt nach heroischem Neuanfang und ist in Wahrheit Tabula rasa an den Resten verkannter Historie wie neue Besen, die zwar besser kehren, aber deren Lebensdauer von jetzt bis nachher reicht. Wir täten gut daran, Kaiser Ottos II. Rat zu beherzigen: „Haltet Fried’ den Menschen und führt Krieg gegen die Laster!“

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Von
Andreas Weng
Ort
Mannheim
Datum
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