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Über den Krieg und seine Folgen

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„Gas“ steht an einer Anschlussstelle für Gas an einem Deckel auf einer Straße vor einem Wohnhaus. Energie wird immer teurer. © Bernd Weißbrod/dpa

Zum Thema Ukraine und Energieversorgung:

Im Angesicht des grausamen Ukraine-Krieges wird viel über die Energiewende gesprochen. Vor allem über Stopp von Energie aus Russland. Viele Professoren und Menschenrechtler verlangen einen Gas-, Öl- und Kohlestopp aus Russland. Diese Menschen sitzen in Ihren warmen Stuben, haben hohe Einkommen, viele sind beim Staat angestellt und moralisieren.

Russland hat eine sehr geringe Staatsverschuldung (rund 40 Prozent), hohe Devisen- und Goldreserven. Außerdem kann die russische Zentralbank Rubel drucken – ohne Rücksicht zu nehmen. Wir – hier im Westen – würden ganze Industriezweige auf immer verlieren. Da wird uns vorgegaukelt – siehe den Bückling von Habeck in Katar – durch Flüssiggas kommt alles in Lot. Nur gibt es in Deutschland noch kein Flüssiggasterminal und deren Rohrleitungen.

Zur Energiebeschaffung. Hier paar Zahlen: Kohle: 30 Prozent, Gas 13 Prozent, Atom: 12 Prozent, Wind: 21 Prozent, Solar: 9 Prozent, Wasserkraft 5 Prozent, Rest sonstiges, importiert rund 10 Prozent. Es war ein großer Fehler, fast alle Atomkraftwerke abzuschalten. Vorausgegangen waren die Unfälle in Tschernobyl – reiner Bedienungsfehler –, und danach Fukushima – ausgelöst durch einen Tsunami. Die Politiker waren alarmiert, die Umfragewerte der Grünen schossen in die Höhe.

Beide Unfälle sind bei uns beinahe zu 100 Prozent ausgeschlossen. Zudem sind die AKWs sehr umweltfreundlich, kaum CO2 Ausstoß. Natürlich ist das Endlagern der Brennstäbe ein riesen Problem, aber ich vertraue der Wissenschaft und ehrlich – 20 Jahre länger AKWs würde keine Rolle spielen.

Im ach so grünen Baden-Württemberg sind gerade mal 700 Windräder installiert. Die Widerstände sind groß, dagegen spricht sich ironischerweise das gleiche Klientel – Naturschützer – aus. Nun zu Kohle. Sicher, Kohle ist umweltschädlich. Aber für deren Reinigung von schädlichen Substanzen wurde sehr viel getan. Nur zur Info: China verfeuert Kohle 50 mal mehr als Deutschland und wir haben nur eine Welt. Wasserkraft zu wenig – warum?

Noch ein paar Worte zur Jugend: Protestieren ist einfach – während der Schulzeit. Alle Jugendliche haben ihre Handys bei sich und laden die bestimmt mehrfach täglich in der Ladestation auf. Außerdem werden die meisten Jugendlichen zu Hause gut versorgt. Jetzt gehen große Berichte von Wärmepumpen durch die Presse. Schön und gut, aber diese WP werden durch Strom betrieben. Dazu kommen noch die E-Autos, E-Fahrräder und allerlei elektrische Geräte im Haushalt. Der Stromverbrauch wird nach Prognosen um 25 Prozent steigen. Man sollte sich zuerst Gedanken machen, woher der Strom VOR der Steckdose kommt.

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Albert Faissner
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Es ist unfassbar, mit welcher fast naiven Gläubigkeit sich die politischen und wirtschaftlichen Eliten in den letzten 30 Jahren, die Energieversorgung, mit hohem Anteil aus Russland, schöngerechnet haben. Sowohl die Kanzler/-in, die Wirtschaftsminister, Außenminister und Vorsitzenden der großen Konzerne, sie alle haben hier versagt, denn sie haben offensichtlich nur den günstigen russischen Gaspreis gesehen und die Versorgungssicherheit vernachlässigt.

Hätte ich in meiner früheren Verantwortung als Einkaufsleiter genauso gehandelt und es wäre zu einem eventuellen Lieferstopp gekommen, die daraus folgenden Konsequenzen will ich mir nicht mehr ausmalen. Der Untersuchungsausschuss, den Herr Quoos fordert, sollte über alle Parteien außer Frage stehen. Vielleicht kommen jetzt auch die Atomkraftgegner und andere Bedenkenträger noch zu der Einsicht, dass man die noch verbliebenen Anlagen besser nutzt, um zum Beispiel die Technologie „Strom zu Gas“ (PtG) zu nutzen, womit ein guter Teil der Gasversorgung kompensiert werden kann, bis dass die Energiewende vollzogen ist.

Solange wir keine Sicherheit in der Energieversorgung haben, wäre eine Abschaltung bestehender Anlagen sträflich und genauso blauäugig wie die Abhängigkeit, die zuvor angeprangert wurde.

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Peter Krebs
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Mannheim
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Leider berichten Sie zu einseitig von dem furchtbaren Krieg in der Ukraine. Das, was Putin da veranstaltet, kann man, ja das muss man, verurteilen. Wenn es, wie es ihr Walter Serif im Kommentar getan hat, Herrn Selenskyj als Helden bezeichnet (Pandora Papers lässt grüßen), ist das für mich unmöglich. Auch bin ich der Meinung, dass der Westen ein Teil dazu beigetragen hat für den unsäglichen Krieg. Ich erspare mir weitere Kommentare an dieser Stelle, weil ich mir nicht sicher bin, ob sie dies überhaupt hören wollen.

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Horst Adler
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Mannheim
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Durch den Krieg in der Ukraine wurde Deutschland gezwungen, Waffen in ein Kriegsgebiet zu liefern, was wir bisher immer verweigert haben. Hauptsächlich von den USA erzwungene Sanktionen gegen Russland haben mehr unserer Bevölkerung geschadet als Russland und zu erheblichen Preissteigerungen geführt. Zum Dank wird jetzt unsere Regierung und auch frühere von Selenskyj, Melnyk und Co. beleidigt. Unser Bundespräsident wird sogar als Mitschuldiger am russischen Angriffskrieg bezeichnet und Selenskyj unterstellt ihm, Ukrainer nur als Subjekte zu betrachten. Solche Entgleisungen können nur aus dem Munde eines Kranken stammen und lassen jeglichen Anstand vermissen, zumal wir bisher über 300 000 Ukrainer aufgenommen haben.

Genau dieser Mann verlangt nun von Deutschland einen sofortigen Importstopp aller Lieferungen von Öl, Gas, Kohle, Metall aus Russland, was ein Aus für die gesamte deutsche Wirtschaft mit vielen Arbeitslosen bedeuten würde. Welches Recht hat eigentlich diese Person, zu fordern, zu fordern und zu fordern– von einem Land, das ihn jährlich mit Milliarden Euro unterstützt?

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Manfred Gayer
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Dossenheim
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