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Thema Corona polarisiert

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Eine Apothekerin zieht in ihrer Apotheke den Impfstoff Comirnaty vom Hersteller Biontech/Pfizer gegen das Coronavirus mit einer Spritze auf. Seit dem 8. Februar dürfen auch Apotheker und Apothekerinnen in Deutschland gegen das Coronavirus impfen.

Zum Thema Corona:

Vor lauter Begeisterung, mal wieder auf Herrn Söder (den man nicht mögen muss) draufhauen zu können, ist der zeitliche Aspekt wohl etwas aus dem Blickfeld geraten. Wie im Kommentar erwähnt, sind seine Aussagen zur Impfpflicht vor etwa sechs Wochen getroffen worden und inzwischen wissen wir alle, dass die Omikron-Variante erfreulicherweise ganz überwiegend nur leichte Krankheitsverläufe verursacht. Vielleicht hat da jemand neue Fakten zur Kenntnis genommen und daraufhin seine Ansichten geändert.

Es ist ja nun einmal so, wie es leider auch erst bekannt gemacht wurde, als es nicht mehr zu verschweigen war, dass Geimpfte sowohl angesteckt werden können, wie auch andere anstecken können. Insofern ist der Unterschied zu Ungeimpften denkbar gering. Die Gefahr der Überlastung des Gesundheitssystems ist angesichts des erwähnten leichten Verlaufs ebenfalls denkbar gering. Bleibt als Einziges der bessere Schutz vor einem schweren Verlauf, falls dieser, vielleicht wegen einer Vorerkrankung, bei Ansteckung zu erwarten wäre; betrifft also nur eine beschränkte Anzahl von Personen und ist somit wohl kaum Grund für eine allgemeine Impfpflicht. Ich bin im Übrigen genau wegen dieses Schutzeffekts (damals war Delta „in“) und der damit verbundenen Entlastung des Systems drei mal geimpft und empfehle das auch jedem.

Wie kann es sein, dass unsere Stadtväter, die Bürgermeister, es zulassen, dass immer mehr Geschäfte schließen, die leider pleite gegangen sind? Ich bin empört, dass Mannheim mittels Schließungen der Fressgasse und Ausbau der gastronomischen Außenplätze auf Trottoirs und Straße schon bald zu einer toten Innenstadt führen werden. Beispiel siehe Ludwigshafen – traurig, traurig, traurig!

Liebe Stadtväter, freut Euch, es findet nun eine große Abwanderung nach Viernheim (Hessen) statt. Die Hessen kriegen endlich ihr normales Leben zurück. Im Rhein-Neckar-Zentrum beste, kostenlose Parkplätze und keine Zwänge mehr. Wann setzt bei unseren Stadtvätern endlich ein Umdenken ein?

Ja, mit Omikron müssen wir wohl noch jahrelang leben, was soll der Impfzwang? Es macht die Menschen krank, da immer mehr „Regeln“ von der Politik in die Welt gesetzt werden und keiner weiß, was jetzt gelten soll. Nicht die Freiheit, die ich meine…

„Was nach Omikron kommt, kann niemand genau sagen“, behauptet Diana Zinkler in ihrem Kommentar. Doch, eines lässt sich schon jetzt sagen. SARS-CoV-2 wird mit Sicherheit bleiben, und da es vermutlich aufgrund seiner Erzeugung in einem Labor auch ein sehr mutationsfreudiges Virus ist, wird es wohl mit immer neuen Varianten aufwarten. Wenn man die Kriterien der Kommentatorin zugrunde legt, werden wir niemals aus dem gegenwärtigen Krisenzustand herauskommen, da irgendeine schlimme Bedrohung immer für die Zukunft prognostiziert werden kann. Wie es bei dieser Einstellung allerdings jemals einen Lichtblick geben kann, würde ein aufmerksamer Leser gerne wissen?

Zwei weitere Bemerkungen in dem Text stören ebenfalls: Dass Menschen „den Staat“ (wer ist das? Der Bundeskanzler? Die Bundesregierung? Die Länderregierungen? Beide zusammen? Irgendjemand sonst?) „erpressen“ wollen, endlich die Beschränkungen aufzugeben, ist eine unglaubliche Wortwahl. Menschen protestieren und demonstrieren gegen politische Maßnahmen, die sie für völlig ungeeignet halten – das ist in einer Demokratie ihr gutes Recht. Wer darin einen Erpressungsversuch sieht, muss sich schon fragen lassen, was für ein Verständnis von Demokratie er eigentlich hat.

Schließlich kann das, was nicht nur in Schweden und Dänemark, sondern auch in Irland, Großbritannien, Spanien, der Schweiz, den baltischen Staaten usw. geschehen ist, nämlich die nahezu vollständige Aufhebung aller Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie, „aus unterschiedlichen Gründen“ hier nicht angewandt werden. Der Leser rätselt, was diese Gründe sein können, aber er bekommt keine Antwort.

Die Aufregung ist aus meiner Sicht völlig unnötig. Mit den ungeimpften Pflegern/Krankenschwestern könnte man doch die ungeimpften Patienten in einem zurzeit geschlossenen Krankenhaus versorgen. Damit könnten die normalen Kliniken wieder in den Normalbetrieb und die Diskussion wäre zu Ende.

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