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Wohnraum Tendenziöses Interview

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Zum Interview „Bezahlbar geht nur ohne Gewinnerwartung“ vom 6. April:

In Ihrer oben genannten Ausgabe drucken Sie ein tendenziöses Interview ab, in dem auch unser Unternehmen bewertet wird, ohne diese Bewertungen und ohne die sachliche Richtigkeit der Aussagen zu hinterfragen. Gern hätten wir vor Abdruck dazu Stellung bezogen.

In dem Beitrag heißt es: „Die Stadt hat es zum Beispiel versäumt, auf den Konversionsflächen mehr für das bezahlbare Segment zu tun. Die städtische Projektentwicklungsgesellschaft MWSP verkauft die Grundstücke an Firmen wie Sahle Bau, die mittlerweile bundesweit mehr Marktmacht haben als die städtische Wohnungsbaugesellschaft GBG.“ Dazu möchten wir klarstellen: Sahle Wohnen ist ein Familienunternehmen mit 125 Jahren Tradition, das sich seit mehr als 55 Jahren im bezahlbaren Wohnungsbau engagiert.

Von Beginn an bis heute war und ist unser Tätigkeitsschwerpunkt der geförderte Wohnungsbau: Rund zwei Drittel aller Wohnungen in unserem Bestand sind öffentlich gefördert. So auch in Mannheim, wo wir im Baugebiet Franklin erstmals tätig werden. Sahle Wohnen errichtet dort insgesamt 307 Mietwohnungen, davon sind 71 Prozent, genau 217 öffentlich gefördert, darunter auch 54 Seniorenwohnungen. Diese werden deutlich günstiger angeboten als die Wohnungen des Interviewpartners, nämlich zu 7,50 Euro pro Quadratmeter.

Der zweite Bauabschnitt ist aktuell in der Vermietung. Wohnungsmärkte sind lokal und die Wohnungsbauförderung ist Ländersache. Wir vermieten zwar bundesweit rund 23 000 Wohnungen und sind damit insgesamt etwas größer als die Mannheimer GBG. Dieser Bestand verteilt sich aber auf über 50 verschiedene Städte und diverse Bundesländer. Dadurch erreicht nicht ein einziges unserer lokalen Kundencenter einen örtlichen Wohnungsbestand wie etwa ein kommunaler oder auch genossenschaftlicher Anbieter. Der Vergleich mit der angeblichen „Marktmacht“ hinkt. Wie Fachleuten bekannt, können bei sorgfältiger Kostenkontrolle im Bau und Betrieb im sehr transparenten geförderten Wohnungsbau nur kleine, aber relativ stabile Gewinne von unter fünf Prozent erwirtschaftet werden.

Diese aber schaffen gerade die Voraussetzung für weitere Aktivitäten zum Bau von bezahlbarem Wohnraum. Ohne Eigenmittel sind keine neuen Projektfinanzierungen möglich!
Sybille Jeschonek, Greven

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/32uUZpR

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