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Struktur nicht vorhanden

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Zum Kommentar „Bürger nicht überfordern!“ vom 31. März:

Als ob die Mahnung in der Überschrift des Kommentars „Bürger nicht überfordern“ eine Maxime von Politikern, Positionierern, Aktivisten oder Influencer wäre! Im Gegenteil. Dabei wäre es wirklich gut und im Sinne einer pragmatischen Lösung von Problemen, wenn die politisch Handelnden einmal den Elfenbeinturm ihrer Stadtsicht der Dinge verlassen und die Probleme vom Land aus – egal ob flach oder bergig – anschauen würden.

Das würde manche Forderung relativieren, unter anderem auch das im Kommentar genannte Verbot von Öl- und Gasheizungen ab 2024. Dann würde man wahrscheinlich auch kein Stichjahr setzen für CO2-Freiheit, sondern erst einmal ein Stichjahr anpeilen, bis zu dem eine Infrastruktur geschaffen werden kann, die einen Gedanken in Richtung CO2-Freiheit zulässt. In weiten Teilen Deutschlands ist diese Struktur bisher überhaupt nicht vorhanden, weder in Hinsicht auf das Stromnetz, noch in Hinsicht der Verfügbarkeit der benötigten Elektrizität, noch in Hinsicht auf die Verfügbarkeit von Geräten zur alternativen Energiegewinnung, die Öl- oder Gasheizungen ersetzen könnten.

Pragmatische Lösung erarbeiten

Das alles scheint die Politiker, Positionierer, Aktivisten oder Influencer nicht zu stören. Wahrscheinlich interessiert es sie auch überhaupt nicht. Sie lieben, ja sie leben von der Krise, die es ihnen ermöglicht, Verbote zu fordern oder zu kreieren. Sie arbeiten sich nicht an der Schaffung von Strukturen ab. Denn das hat sich ja in der Coronakrise mehr als deutlich gezeigt: Verbote erlassen, dem Bürger in die Tasche greifen geht wesentlich schneller, als sensible, belastbare, tragfähige und pragmatische Lösungen zu erarbeiten.

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Rolf Menz
Ort
Wilhelmsfeld
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Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3j9CNdz 

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