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Stimmen zur Ukraine

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Freiwillige säubern eine Straße in Mariupol vor einem beschädigten Gebäude. Viele Trümmer säumen die Straßen. © Alexei Alexandrov/AP/dpa

Zum Thema Ukraine

Wenn in den Kommentarspalten ein rauerer Ton oder Hetze gebraucht wird, schickt der „Mannheimer Morgen“ seinen besten Mann, Herrn Walter Serif, ins Rennen. Schon zu Beginn unterstellt er Olaf Scholz, dass er in Kauf nehmen würde, dass Putin die Ukraine in Schutt und Asche legt, damit er seine Richtlinienkompetenz wahrnehmen kann. Was für eine Aussage!? Das ist keine sachliche Kritik, sondern der übliche Stil dieses Herrn.

Wirtschaftliche Folgen eines Embargos sind für ihn nur „angeblich“ und schwere Waffen die Lösung des Konflikts. Ich bin kein Fan von Olaf Scholz und seine Darstellung in dieser Krise ist mit Sicherheit nicht die Beste, aber die Art und Weise, wie er von Seiten der Befürworter für mehr Waffen, angegangen wird, ist im Stil von Herrn Serif mehr als unangebracht und für eine Demokratie, die davon lebt, unterschiedliche Auffassungen und Vorgehensweisen zu ermöglichen, nicht förderlich. Er lobt die Grünen, die vor sechs Monaten „keine Waffenlieferungen in Krisengebiete“ als Wahlversprechen abgegeben haben, als „selbstbewusste Ampelpolitiker“.

Wenn dann auch noch zum Ende Herr Serif die Verschwörungstheorie in die Welt setzt, die SPD und Frank Walter Steinmeier hätten die Ukraine durch ihre „Putin-Nähe“ „zum Teil“ verraten und müssten deshalb den Mund halten, wenn ein ukrainischer Diplomat „sich notorisch im Ton vergreift“, hat das nichts mit Qualitätsjournalismus mehr zu tun

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Von
Jürgen Brunauer
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Mannheim
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Die Entwicklung in der Ukraine ist besorgniserregend und bedeutet für Europa die Gefahr eines kriegerischen Konflikts mit Russland. Es sollte doch jedem klar sein, dass die Ukraine dem Krieg mit Russland auf kurz oder lang nicht standhalten kann, auch wenn der Westen sich bemüht, die Ukraine mit Waffen zu unterstützen. Diese Politik der Ausgrenzung, der Sanktionen und der Waffenlieferungen gegen Russland führt nur zur Verlängerung des Krieges und zu mehr Toten und Elend.

Wird die Ukraine hier vom Westen nicht missbraucht, um gegenüber Russland Macht zu demonstrieren und um eigene strategische Interessen, die mehr oder weniger von den USA vorgegeben werden, durchzusetzen? Mit Waffenlieferungen und Sanktionen wird man wohl schon festgestellt haben, dass dies nicht die wirksamen Mittel sind, um den Konflikt zu beenden. Was fehlt, sind diplomatischen Bemühungen. Feststellbar ist, dass Europa von Russland in der Hinsicht nicht mehr ernst genommen wird, weil Europa sich mehr und mehr zum Erfüllungsgehilfen der USA darstellt.

Den Europäern wäre eher damit gedient, auf die USA einzuwirken, sich mit Russland auf diplomatischem Wege zu treffen, um das Leid in der Ukraine zu beenden. Der Westen muss sich auch darüber im Klaren sein, dass sich Russland nicht mehr mit wohlgemeinten Zusagen zufriedengeben wird. Eine Aufnahme der Ukraine in die Nato wäre für Russland keine Option. Auch werden sich die Ukraine und der Westen in der jetzigen Situation auf Kompromisse im Hinblick Krim und Donbass einstellen müssen. Ohne Zugeständnisse des Westens gegenüber Russland wird der Konflikt weiter eskalieren. Wer will das? Den Menschen in der Ukraine ist mit Waffenlieferungen nicht geholfen. Die USA sollen an ihre Verpflichtungen im Bezug auf den Weltfrieden in die Pflicht genommen werden, wenn sie überhaupt noch als Friedensmacht wahrgenommen werden will.

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Von
Uwe Nakoinz
Ort
Edingen-Neckarhausen
Datum

Ist Herr Alfter wirklich so weltfremd? Dann hätte er allerdings seinen Beruf als Journalist verfehlt. Die Tatsache, dass die Menschen in Europa den Flüchtlingen, vornehmlich Frauen und Kinder, viel Empathie und Solidarität entgegenbringen, bezeichnet er als „Rassismus in Reinkultur“. Begründet wird diese Behauptung damit, dass wir die Geflüchteten aus Afghanistan unter anderem auf Lesbos nicht genauso willkommen heißen. Gleichermaßen geißelt Herr Alfter die Abwehr von irakischen Flüchtlingen an der polnisch/belarussischen Grenze, welche von Lukaschenko als Vergeltung für Sanktionen der EU benutzt wurden.

Es ist nun mal ein Unterschied, ob Frauen und Kinder vor einem Krieg fliehen, deren Männer/Väter die Heimat verteidigen und darüber hinaus unserem Kulturkreis näher stehen, oder ob junge Männer, meist schlecht ausgebildet, aus arabischen Staaten oder Afrika hierher kommen, um in Europa (meist Deutschland) das Land der Verheißung zu finden. Es wäre besser für Europa und ihre Heimatländer, sie würden dort bleiben und mit vereinten Kräften und unserer Unterstützung ihre Heimat zum Besseren verändern.

Ich gehe davon aus, dass viele Menschen hier genauso empfinden und vertreten damit die vielzitierten Werte der Europäer. Wer das als Rassismus bezeichnet, mag das tun. Als Journalist so zu schreiben, nur weil der linke Zeitgeist dies goutiert, ist nicht angebracht.

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Von
Peter Krebs
Ort
Mannheim
Datum

Für Stephan Alfter ist die unterschiedliche Behandlung der Flüchtlinge aus der Ukraine und islamischer Länder also Rassismus in Reinkultur. Für mich ist diese Behauptung oder Unterstellung eine Beleidigung. Da werden jetzt überwiegend Frauen und Kinder aus einem Land, welches einem erbarmungslosen Angriffskrieg ausgesetzt ist und wo es zu Massakern kommt, mit überwiegend jungen Männern aus islamischen Ländern gleichgestellt, die fast immer über sichere Drittländer wie die Türkei nach Deutschland kamen und bei denen es sich oft um „Wirtschaftsflüchtlinge“ handelt. Und dann wird noch behauptet, dass in Moria wohl nur Afghanen sind, deren Antrag auf Asyl jetzt gerechtfertigt wäre, weil die Taliban an der Macht sind.

Sind das nicht die Männer, die zugelassen haben, dass die Taliban wieder an der Macht sind? Also nur, weil ungleiche Sachverhalte ungleich behandelt werden, jemand des Rassismus’ zu bezichtigen – ist schon diffamierend und verkennt die Wirklichkeit.

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Von
Jürgen Dörr
Ort
Mannheim
Datum
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Wie hat doch der Ukraine-Krieg Deutschland verändert. Da darf der Präsident eines Landes, in dem es immer noch Menschenrechtsverletzungen gibt, das aber trotzdem von uns mit jährlich über einer Milliarde Euro unterstützt wird, gemeinsam mit seinem Botschafter unseren Bundespräsidenten und damit ganz Deutschland beschimpfen und beleidigen. Sturköpfe aus der deutschen Politik fordern mit Schaum vor dem Mund in Talk-Sendungen und weiteren Medien unseren Kanzler immer wieder auf, schweres Tötungsmaterial in dieses Land zu liefern und bezeichnen ihn als Zögerer und Duckmäuser. Nicht zu glauben, dass ihre Parteien dieser Regierung angehören und sie damit ihr eigenes Nest beschmutzen.

Ins gleiche Horn stößt natürlich die Opposition, eine ehemalig selbst ernannte „Volkspartei“ wird zur Kriegspartei und schreckt auch nicht davor zurück, ihre langjährige Vorsitzende und Kanzlerin als Russenfreundin zu diffamieren. Da kann man nur hoffen, dass unser angeblich unter schwerem Druck stehende Kanzler weiterhin besonnen bleibt, denn jede Waffe kann töten und fragt nicht nach gut oder böse.

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Von
Manfred Gayer
Ort
Dossenheim
Datum

Der Kommentar von Herrn Serif, „Scholz liefert nicht“ stimmt mich sehr traurig. Seit über 45 Jahre lese ich jeden Morgen Ihre Zeitung, aber ich hatte noch nie einen so negativen Bericht über unserem Bundespräsidenten gelesen. Zudem ist dieser Bericht in der Sache falsch. Bundespräsident Herr Steinmeier wollte sich mit anderen Oberhäuptern von Polen und den Baltischen Staaten treffen und in die Ukraine reisen und nicht wie behauptet, Herr Botschafter Herr Melnyk hätte keine Lust auf Steinmeier.

In jedem anderen westlichen Land wäre Herr Melnyk einbestellt worden, um den Unmut über seine diplomatischen Verfehlungen vorzuhalten. Nein, Herr Serif zieht unseren Staatspräsidenten in den Dreck und rät ihm, den Mund zu halten. Ich verbleibe ratlos.

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Von
Horst Adler
Ort
Mannheim
Datum

Einer flog über das Kuckucksnest! Bravo Herr Kerl! Einer der sich traut in seinem Kommentar zu den Lieferungen schwerer Waffen an die Ukraine, gegen den Mainstream zu schwimmen. Sprich: nein zur Lieferung schwerer Waffen! Die Medien, u. a. auch ihre Kommentatoren-Kollegen/innen vom „MM“ in ihren Kommentaren, sowie oppositionelle Politiker/innen, fordern das ja fast unisono. Damit will man letztendlich auch den, von ukrainischen Politikern und Talkshow Gästen in teils unsäglicher Form vorgetragenen Vorwürfen und Forderungen, Genüge tun!

Bei Lieferung würde Deutschland doch direkt in den Krieg eingreifen? Die Folgen sind doch vorhersehbar! Ein Weltkrieg denkbar. Die westlichen EU-Länder werden dann schon unserem Beispiel folgen, wie blauäugig von oppositionellen Politikern verkündet wird? Deutschland voran, wir folgen? Wie war das doch in der Vergangenheit und auch noch heute, bei der Aufnahme von Flüchtlingen? Nie wieder Krieg, hat man mir als unmittelbare Nachkriegsgeneration versprochen. Jetzt steuern wir sehenden Auges darauf zu.

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Werner Ehret
Ort
Mannheim
Datum

Sehenden Auges haben sich die Ableger ehemals sowjetischer Hegemonie von der US-Administration pfropfen lassen mit der Hoffnung auf reiche Fruchtstände. Wohl wissend, die eine gegen die andere Abhängigkeit zu tauschen. Diesem spätpubertär adhoc vollzogenen Schritt hin zu freiheitlicher Selbstbestimmung als neue Staaten unter EU-Dach opferte Europa den in Helsinki begonnenen Entspannungsprozess.

Seitdem gelten Aufrufe hin zu allgemeinem Landfrieden, selbst Diplomatie als ketzerisch-vorgestrige Einfalt. Es ist mittlerweile müßig, zu fragen, wer zuerst mit dem Schichten des Scheiterhaufens begann, weil es opportun ist, eifernd und geifernd auszuräuchern, was werterachtet wurde, obwohl die Flammen drohen, auch die Zündler zu vernichten. Getoppt von der zur Zeit schlimmsten Nervensäge, die uns, noch nicht einmal zur Familie gehörend, den letzten Zahn der Langmut und Duldsamkeit zieht. Meinungsführer aller Couleur drücken uns ein versalzenes Linsengericht aufs Gemüt, das wir willig auslöffeln, wohl wissend, dass es nicht bei Magenverstimmung bleibt.

Gegen Bares machen die Graumarkt-Partikuliere ihr (Bomben)Geschäft, weil sich das einseitig informierte Volk in seinem Wahn für genial hält, mit den Kojoten zu heulen, anstatt dem Bär aus der Falle zu helfen. Den seidenen Faden, an dem unser aller Existenz hängt, drohen wir zu zerreißen, was Darwin und Wallace nicht einmal zu denken wagten, weil sie auf menschliche Vernunft und Kontrollfähigkeit setzten! Lieb’ Europa, magst ruhig sein...

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Von
Andreas Weng
Ort
Mannheim
Datum
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Wenn der amerikanische Druck in dieser Frage unwiderstehlich geworden ist, dann sollten wir uns bereit erklären, unsere Panzer eine Woche nach der Lieferung entsprechender Waffen durch die Amerikaner an die Ukraine verfügbar zu machen. Amerika lagert ja so viel Kriegsmaterial in Europa, dass dieses Vorgehen keine besonderen Verzögerungen verursachen dürfte.

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Von
Hans-Lescow Banse
Ort
Mannheim
Datum

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