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Zum Interview mit Peter Kurz „Ich träume von einer Aufwertung der Neckarspitze“ vom 29. April:

In dieser Zeitung erschien vor einigen Tagen ein Interview mit unserem Oberbürgermeister Peter Kurz zu einem Thema, das im „MM“ in seiner Serie „Mannheim, wie wäre es mit …“ von den Lesern in den Vordergrund gestellt wurde: Wie könnte unsere Stadt näher ans Ufer von Rhein und Neckar rücken? In diesem Interview wurde Herr Kurz sehr persönlich und entführte uns sogar in seine Traumwelt: Er träume von einer Aufwertung der Neckarspitze.

Traumbild erschließt sich nicht

Eine diesem Artikel beigefügte Luftaufnahme zeigt diese Neckarspitze als ein dicht bebautes Industriegebiet, das ein Bestandteil des Mannheimer Hafens ist, einem der größten Binnenhäfen Deutschlands und wirtschaftlich von großer Bedeutung für diese Stadt. Allerdings erschließt sich in diesem Traumbild nicht so recht, wie man sich diese „Aufwertung“ vorzustellen hat. Wer dabei an Streuobstwiesen und Fahrradwege denkt, liegt vermutlich nicht ganz falsch.

Wie auch immer, eine Umwandlung dieses Areals wäre eine Herausforderung, die sich über Jahre hinziehen würde. Nun kennen wir unseren Oberbürgermeister als einen Mann, der mehr als in großen Maßstäben zu denken vermag, wie ihm sogar auf der Titelseite einer Hochglanz-Postille bescheinigt wurde. Glücksteinquartier – Spinelli – Buga, ein Sozialdemokrat mit Visionen, der diese auch umsetzt. Nun ist ihm in seinen Träumen die Neckarspitze erschienen. Sollte Herrn Kurz eine weitere Amtszeit vergönnt sein, wird sich die staunende Mannheimer Bevölkerung die Augen reiben und feststellen, dass auch diese Vision Realität werden könnte.

Befahrbarer Farlachtunnel

Doch nicht nur unser Oberbürgermeister träumt. Auch seine Untertanen sinken des nächtens in die Kissen und werden im Schlaf von Visionen heimgesucht, die allerdings bei weitem nicht an die Fantasien unseres Oberbürgermeisters heranreichen. Wir träumen bodenständiger – in den Augen von Herrn Kurz wohl geradezu kleinkariert. Wir träumen, der Fahrlachtunnel wäre wieder befahrbar und die Verantwortlichen für dieses Chaos würden zur Rechenschaft gezogen werden, die Konzepte unserer Stadt- und Verkehrsplaner würden nicht mehr eins zu eins das Wahlprogramm von Bündnis 90/die Grünen widerspiegeln und beim Fahrradfahren würden wir uns auf unseren Dritte-Welt-Straßen nicht mehr die Handgelenke zertrümmern.

Leider steht nicht zu erwarten, dass diese unsere Träume in absehbarer Zeit in Erfüllung gehen werden. Lassen Sie mich somit der oben erwähnten Serie des „MM“: „Mannheim, wie wäre es mit …“ – wenn auch reichlich verspätet – einen weiteren Vorschlag hinzufügen: Mannheim, wie wäre es … mit einem neuen Oberbürgermeister?

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Joachim König
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Mannheim
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Im Interview wird auch nach dem zweiten Fluss, dem Rhein gefragt. Die Antwort von Herrn Peter Kurz lautet: „Stadt und Rhein kommen deshalb nicht zusammen, weil Waldpark und Reißinsel dazwischen liegen“. Diese Antwort ist so falsch! Das kann unser Herr Oberbürgermeister so nicht gesagt haben. Richtig ist im gleichen Abschnitt, dass die Bahn durch den Schlosspark eine Barriere zwischen Stadt und Rhein, also dem Stadtteil Lindenhof darstellt.

Was wünschen Sie sich, um Mannheim mehr zu den Flüssen zu öffnen? Antwort: „Eine Fuß- und Fahrradbrücke zwischen Mannheim und Ludwigshafen“. Das muss doch heißen: Eine Fuß- und Fahrradbrücke zwischen Innenstadt und Lindenhof! Ich hoffe doch, dass hierfür eine Machbarkeitsstudie in Arbeit ist.

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Von
Richard Blank
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Mannheim
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Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3MJuIcz

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