Leserbrief - Zu "Keine Zukunftsperspektive" (FN, 6. Juni) "Schwere Fehler bei der Planung"

Von 
Leserbrief-Schreiber: Gerhard Bauer
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Es freut mich, wenn meine Leserbriefe gelesen werden. Kritische Leserbriefe sind die Würze der FN. Da Leserzuschriften begrenzt sind, gehe ich hier detailliert auf die Kernenergie ein, und versuche, diese Technik für Herrn Busch nachzuholen. Ich fühle mich der göttlichen Wahrheit verpflichtet, mit meinem Gewissen. Achte auf meinen von Gott gegebenen freien Willen, konnte jeder Partei-Versuchung widerstehen.

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Doch zunächst zu den Befürchtungen von Werner Busch: Ein Atomkraftwerk kann nicht explodieren. Es kann im schlimmsten Fall zu einer lokalen Kernschmelze kommen. In Fukushima war es eine Wasserstoffexplosion, die Wände und Decke weg sprengte und dadurch der Reaktor nicht mehr beherrschbar wurde. Danach kam es zu fatalen Fehlern, besonders weil Politiker sich einmischten. Schwere Fehler gingen bei der Planung voraus.

Verzweifelt wurde versucht, ein Nuklearfeuer mit Wasser zu löschen. So ein Schwachsinn. Sofort schossen kontaminierte Dampfwolken in die Atmosphäre, die sich über Land und Meer ausbreiteten. Die Ursache soll an der Wirkungsweise eines automatischen Ventils gelegen haben, das bei Energieausfall geschlossen hat, statt zu öffnen, so dass der Reaktor nicht geflutet werden konnte und es kam zur Kernschmelze.

Die Bundeskanzlerin wollte die sichersten stillstehende Kernkraftwerke der Welt wieder ans Netz bringen, um drohenden Blackouts im Winter zu entgehen. Auch wurde das Fachpersonal nicht jünger. Doch da kam Fukushima. Am nächsten Tag verkündete sie, alle Kernkraftwerke müssten sofort stillgelegt werden. Nennt man so etwas Politik?

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Die Adenauer-Regierung beschwor, dass Deutschland die Kernenergie nur friedlich nutzte und dazu die Forschung vorantrieb. So wurde erkannt, dass Kernreaktoren die umweltfreundlichsten und sichersten Energielieferanten sind, nachdem die deutsche Kohle fast ausgebeutet war und wir immer mehr von Energie-Importen abhängig wurden. Abgebrannte Stäbe, die nicht mehr genügend Energie lieferten, mussten ausgetauscht werden. Sie kamen in spezielle Behälter, die keine Strahlung nach außen zuließen. Gelagert werden sollten sie in leeren Salzstöcken, die schon Millionen Jahre alt sind.

Doch ein Herr Trittin machte in Wendtland mobil, was bis zum Landfriedensbruch ging, der ungeahndet blieb. Dafür wurde er Umweltminister, der uns immer wieder zeigte, wie dort Fässer mit radioaktivem Material gelagert wurden. Sie müssen wieder heraus, egal was es kostet.

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Der radioaktive Abfall stammt vorwiegend aus Medizin, Technik, Chemie, ja selbst aus der Lebensmittelindustrie. Ich sorge mich nicht um deutsche Kernreaktoren, sondern um 16 000 Kernwaffen, die vorhanden sind - auch in Deutschland. Sie reichen aus, um die Menschheit mehrfach auszurotten.

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So wurde die erneuerbare Energie mit Ökostrom von Politikern erfunden. Zur Windkraft erklärte Vizekanzler Gabriel stolz, 33 Prozent der Energie würden durch die Erneuerbare erzeugt. Aber was geschieht im Winter, wenn keine Sonne scheint und kein Wind weht?

Mehrmals sind wir im Winter knapp einem Blackout entgangen, das heißt, kein Strom, kein Wasser, keine Wärme, kein Licht, keine Züge fahren. Ein altes Kohlekraftwerk in der Steiermark bewahrte uns vor einem Blackout, nachdem Frankreich uns keinen Atomstrom mehr liefern wollte. Zu CO2 zu bemerken wäre: Pflanzen brauchen CO2 zum Leben.