Schließungen bei Commerzbank kein Einzelfall

Von 
Leserbrief-Schreiber: Günter Schmidt
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Zum Thema Schließungen von Commerzbank-Filialen:

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Ich habe die Artikel und Leserbriefe dazu mit großem Interesse gelesen – auch weil ich von der Schließung der Ladenburger Filiale der Commerzbank selbst betroffen bin. Der Gipfel der Dreistigkeit ist aber das Schreiben der Commerzbank, die übrigens noch nie durch einen hervorragenden Kundenservice glänzte, vom 23. Oktober 2020 an mich mit der Überschrift: „Der Ort ändert sich. Der gute Service bleibt.“ Darin wurde ich informiert, dass die Filiale in Ladenburg zum 27. November 2020 mit der Filiale in P 2,12 in Mannheim „zusammengelegt“ wird.

Die Commerzbank ist allerdings kein Einzelfall, was die ständige Verschlechterung des Kundendienstes angeht. So informierte mich die Volksbank Kurpfalz eG dieser Tage darüber, dass der Turnus für die Abrechnung zu meinem Depot bei dieser Bank ab sofort von jährlicher Berechnung auf quartalsweise Berechnung „vereinheitlicht“ wird. Dadurch soll eine „bessere Kostenverteilung und in vielen Fällen eine fairere Berechnungsgrundlage“ ermöglicht werden.

Wahrscheinlich liegt es an meinen altersbedingt nachlassenden kognitiven Kräften, dass mir auch nach einem Telefongespräch mit einem leitenden Mitarbeiter der Volksbank Kurpfalz eG immer noch nicht klar ist, worin genau diese „fairere Berechnungsgrundlage“ besteht.

Tagtäglich zinslose Kredite

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Die Sparkasse Rhein-Neckar-Nord hat wegen der Corona-Pandemie ihre Ladenburger Filiale für den Publikumsverkehr geschlossen, aber nicht dafür gesorgt, dass die dortigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während der üblichen Öffnungszeiten zum Beispiel für Kundenanfragen durchgehend telefonisch erreichbar sind. Es würde mich auch nicht sonderlich wundern, wenn der durch einen kriminellen Akt am vergangenen Wochenende zerstörte Geldautomat in der „Filiale“ der Sparkasse Rhein-Neckar-Nord am Cornel-Serr-Platz in Ladenburg nicht gegen einen neuen ausgetauscht werden würde – aus Kostengründen natürlich.

Die Liste der Einschränkungen der Serviceleistungen der Geldinstitute ließe sich fast beliebig fortsetzen. Dabei wurden diese Leistungen bereits mehr als bezahlt, denn die Kunden stellen den Banken und Sparkassen ihr Geld zur Verfügung – in Form zinsloser Kredite, und das tagtäglich. Von Günther Schmidt, Ladenburg