Scheinargument zur Rechtfertigung

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Zum Artikel „Teures Rohöl treibt den Spritpreis“ vom 27. Januar:

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Gerade mit Blick auf obengenannte Meldung wundere ich mich sehr, in welchem Maß Ihre Zeitung beziehungsweise einzelne Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mitunter völlig unreflektiert die Behauptungen einflussreicher Lobbyorganisationen übernehmen. Hier geht es um die in der Meldung übernommene Behauptung des ADAC, die Einführung einer Co2-Steuer trage in nennenswertem Umfang zu Steigerung der Benzin- und Diesel-Preise bei.

Immerhin nennt Ihr Artikel die Höhe der Co2-Besteuerung – stellt aber leider keinen aussagekräftigen Bezug zum Verkaufspreis her; die 25 Euro Co2-Abgabe pro eine Tonne ausgestoßenem Co2 werden beim Verbrennen von rund 320 Tonnen Benzin fällig – ein tatsächlich spürbarer Einfluss der Co2-Abgabe auf den Liter-Preis an der Tankstelle ist daher nicht möglich, sondern dient als Scheinargument zur Rechtfertigung von Preiserhöhungen, die ungerechtfertigterweise der „Politik“ in die Schuhe geschoben wird. (von Henning Koehler, Mannheim)