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Problem zu Ende denken

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Zum Artikel „Ablagen für Pizza-kartons an sechs Orten“ vom 6. Mai:

So so, Herr Schmutz ist also sehr angetan von den in Ladenburg aufgestellten Pizzaboxen. Ich hoffe sehr, dass nur wenige Menschen diese sechs Pizzaboxen nutzen werden, sondern die Schachteln selbstverständlich mit nach Hause nehmen und dort entsorgen werden. Ich befürchte allerdings, dass die Pizzakäufer ihre leeren Schachteln einfach an Ort und Stelle fallenlassen.

Warum, weil die Pizzaboxen nicht gerade dort aufgestellt worden waren, und wieder Steuergelder zur Lösung der von Mitmenschen verursachten Müllproblemen eingesetzt worden waren. Es wäre doch gut, wenn bei der Lösung von Problemen künftig zu Ende gedacht wird. Und nicht der Steuerzahler für die Probleme einzelner Mitmenschen aufkommen muss. In einem früheren Leserbrief hatte ich angeregt, Pizzaschachteln und „to-go“-Becher mit Pfand zu belegen. Tübingen hatte Zusatzgebühren eingeführt, um damit die Kosten für die kommunale Müllentsorgung zu kompensieren.

Da unsere Gesetzgebung derzeit derartige Steuern oder Gebühren nicht akzeptieren will, muss der Gesetzgeber eben „zum Jagen getragen“ werden. Eine Aufgabe für die Stadtverwaltung. Und wenn die nicht kann oder will, ist der Gemeinderat gefragt. Der soll unsere Interessen wahrnehmen. Und in diesem Fall seine Kontakte zum Landtag oder Bundestag nutzen, um eine grundsätzliche Lösung zu finden.

Johann Kose, Ladenburg

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3MqqDKI

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