Politischer Gegner grinst sich eins

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Leserbrief-Schreiber: Walter Brecht
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Zum Artikel „Eine Ohrfeige für Innenminister Strobl beim Thema Sicherheit“ vom 4. Februar:

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Die Zahlen sind besser, aber die Befragten geben schlechte Noten für den Minister. An wem liegt das dann? Zumindest zu einem gewichtigen Teil liegt das an der Darstellung in der Öffentlichkeit.

Und da kommen die Medien ins Spiel. Schon die knallige Überschrift macht Stimmung gegen einen Minister, der gute Zahlen vortragen kann, die aber versteckt im Text nicht vermittelt, und deshalb leicht übersehen werden. Dann noch ein großes Foto drüber, welches den Minister mit erhobenen Händen zeigt. Das suggeriert, gewollt oder nicht, mehr Hilflosigkeit als Zuversicht. Das sind die Tricks, wie man Meinung macht, letztlich manipuliert.

Wie beim Impfen

Zwei Polizeibeamte mehr für jedes Revier hat nicht Herr Strobl (CDU) versprochen, sondern sein Vorgänger Herr Gall (SPD). Der hatte das mit der sogenannten Polizeistrukturreform 2012 erreichen wollen. Seine Fehler rückgängig zu machen, würde zuviel Geld kosten, hört man.

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Es ist wie derzeit beim Impfen gegen Corona. Die einen tun, was möglich ist. Und andere, die Kritiker oder politischen Gegner – es ist ja schon Wahlkampf – verlangen entrüstet in medienwirksamen Interviews ein paar Impfungen mehr. Die Öffentlichkeit wundert sich, warum es nicht mehr Impfungen gibt. Die Machbarkeit auf den beteiligten Ebenen spielt keine Rolle – und der politische Gegner grinst sich eins. Walter Brecht, Mannheim

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/3p909AD