Rente

Politiker und Beamte fein raus

Von 
Leserbrief-Schreiber: Gerhard Müller-Dorn
Lesedauer: 

Zum Artikel „Zuwanderer sollen Rente retten“ vom 30. März:

AdUnit urban-intext1

Zugegeben, dieser Artikel zeigt einen Aspekt auf, der in der Öffentlichkeit bis heute (zu) wenig Beachtung fand. Besonders positiv ist der erwähnte Effekt durch die Einzahlung von Zuwanderern mit Berufen mittleren Einkommens in das Umlagesystem zu benennen. Straft er doch all jene Lügen, die in Zuwanderern Schmarotzer unsere Sozialsysteme sehen. Bedauerlicherweise hat Herr Peduto ansonsten in seinem Artikel nur die von den Politikern stereotyp wie falsch vorgetragen „Argumente“ kritiklos übernommen.

Sicher ist es richtig, dass das Umlagesystem unter Druck steht. Allerdings sollten die wirklichen Gründe aufgeführt werden. Das Hauptproblem liegt bei weitem nicht (nur) im demografischen Wandel. Tatsache ist, dass die Kassen des sogenannten Solidaritätssystems nur von den sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern „gefüttert“, aber für gesamtgesellschaftliche Ausgaben, sogenannte versicherungsfremde Leistungen geplündert werden.

Gewaltige Deckungslücke

So suggerieren die im Artikel erwähnten Milliarden Zuschüsse an Steuergeldern, hier würde die Unterdeckung durch mangelnde Einnahmen ausgeglichen. Fakt ist jedoch, dass die Zuschüsse die Entnahmen für versicherungsfremde Leistungen bei weitem nicht ausgleichen. Zum Beispiel wurden im Jahr 2019 109 Milliarden Euro entnommen, jedoch nur 72 Milliarden Euro an Steuergeldern vom Staat „zugeschossen“. Seit den 50er Jahren summiert sich die Deckungslücke in der Rentenkasse auf rund 870 Milliarden Euro. Fein raus sind die Bezieher berufsständischer Altersversorgungen wie Politiker und Beamte. Nicht nur, dass Letztere sich an den gesamtgesellschaftlichen Kosten nicht beteiligen, ihre Pension liegt im Durchschnitt auch dreimal so hoch wie die eines Rentenbeziehers – ohne dass sie einen Cent einbezahlt haben. Gerhard Müller-Dorn, Weinheim

AdUnit urban-intext2

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/39MsIPP