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Physik und Wetter gegen uns

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Zu den Artikeln „Gaslieferung gestoppt“ und „Wind lässt Erzeuger von Ökostrom im Stich“ vom 22. Dezember:

Am 22. Dezember 2021 fand sich auf einer Zeitungsseite eine kritische Kombination energieerzeugender Möglichkeiten, die uns noch erhebliches Kopfzerbrechen machen könnte. Zum einen berichteten Sie über eine ausbleibende Gaslieferung aus Russland, zum anderen steht da eine zu erwartende Binsenwahrheit, die nur ungenügend Eingang in die Zukunftsplanung findet. Der Anteil an Windstrom ging zurück und zur Kompensation stieg der CO2-Ausstoß.

Diese Abhängigkeit von der Natur bleibt uns erhalten und könnte nur durch riesige, in absehbarer Zeit nicht vorhandene, Speicherkapazitäten mit entsprechendem naturschädigendem Ressourcen-Verbrauch oder eben durch Ersatzkraftwerke ausgeglichen werden. Unser Aufwand in Deutschland, die Energie der Natur in Strom umzuwandeln, ist deshalb so immens, weil wir die Gesetze der Physik und des Wetters gegen uns haben. Wegen der geringen Energiedichte (Jahresmittelleistung einer Anlage von circa 9 mal 200 PS Motoren) müssen wir sehr viele Windkraftwerke mit gewaltigen Ausmaßen bauen.

Natur nachhaltig zerstört

Die leistungsfähigsten Anlagen an Land erreichen eine Höhe von etwa 200 Metern bei einer Flügellänge von bis zu 60 Metern. Der Sockel schluckt 1500 Tonnen Beton. Für die Konstruktion werden bis zu 180 Tonnen Stahl benötigt. Das alles muss am Ende der Nutzungsdauer beseitigt werden. Wir können uns zur Veranschaulichung vorstellen, ein derartiges Bauwerk würde auf dem Spinelli-Gelände stehen, um dort die Energie zu erzeugen. Nachhaltig wäre die Erzeugung aber erst nach ungefähr zehn Jahren, da erst dann die CO2-Produktion für die Herstellung des Windrades ausgeglichen wäre.

Es wird deutlich, was es bedeuten wird, wenn in den Staatsforsten von Baden-Württemberg entsprechende Schneisen in den Wald geschlagen werden müssen. Dabei wird der Boden versiegelt und die Natur nachhaltig gestört. Aber selbst eine geplante drastische Vermehrung der Anlagen wird einen „Flatterstrom“ nicht verhindern können. Den Ausgleich für dieses unstete Verhalten müssen uns, über die EU, Kohle- und Atomstrom ermöglichen, wenn der Herr im Kreml wieder disziplinieren will.

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3sVJzdj https://bit.ly/3zuZvnP

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