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Parken – ein Thema, das polarisiert

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Zum Thema Parkraum in den Stadtteilen:

Beispiel Langer Schlag in Mannheim Gartenstadt: Das „halbseitige“ Parken auf dem Gehweg ist nicht erlaubt. Doch wo sollen die Anwohner der Straße künftig parken? © Sylvia Osthues
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Seit einigen Wochen ist die Parksituation bei uns im Zäher Wille unerträglich! Genauer gesagt, seit die Stadt den Parkenden mit drastischen Strafen droht, die teilweise mit ihrem Auto auf dem Gehweg parken. Verständlich! Kommt man doch mit dem Kinderwagen oder dem Rollstuhl nicht an den parkenden Autos vorbei. Aber die Stadt entzieht sich wieder mal ihrer Verantwortung.

Sie zwingt die Anwohner, komplett auf der Straße zu parken, sorgt sich aber nicht um die Umsetzung beziehungsweise Gegebenheiten. Es ist seit Jahren allgemein bekannt, dass nicht nur die Anwohner vom Zäher Wille in unserer Straße parken, sondern auch noch viele Mitarbeiter von Daimler Benz. Jetzt stehen in der Nacht die Autos der Anwohner brav rechts und links verteilt am Straßenrand, und dann kommen morgens (so um 5.15 Uhr geht es los) die „Benzmitarbeiter“ und füllen die leeren Lücken auf (zum Teil auf dem Gehweg parkend), und wir Anwohner können sehen, wie wir da dann durchkommen, wenn wir um 5.30 Uhr auf dem Weg zur Arbeit sind. Erst heute Morgen musste eine Nachbarin vor mir irgendwie drehen, weil es mit ihrem Cabriolet kein Durchkommen zum Speckweg gab. Wie soll da bitteschön die Feuerwehr mit ihren großen Einsatzfahrzeugen durchkommen? Und nun zur Verantwortung der Stadt: Wenn die Stadt solch ein Parken anordnet, dann soll sie das aber bitte durchdacht machen! Nämlich mit einem Parkverbot auf einer Seite der Straße und am besten mit dem Einführen einer Einbahnstraße (was beim Umbau der Oberen Riedstraße auch funktioniert hat).

 

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Von
Carola Steinbrück
Ort
Mannheim
Datum

Da haben ja die Grünen ihre unsägliche Verbotspolitik wieder einmal gezeigt. Was H. Fontagnier hier für eine Meinung vertritt, ist bei 48 Millionen Kraftfahrzeugen in Deutschland nicht nachvollziehbar. Irgendwo müssen die Fahrzeuge, die wir alle kaufen sollen, sogar mit staatlichen Anreizen, ja abgestellt werden. Hier werden die Autofahrer einfach alleine gelassen und sollen mit ihrem Fahrzeug, ja wohin?

So nimmt man die begeisterte Bevölkerung mit auf die Reise zum Klimawandel. Selbst Pfosten gegen die Autofahrer aufzustellen scheint ein „Konzept“! Geht’s noch? Es wirkt wie Kleinkindtrotz und zeigt wieder einmal die Konzeptlosigkeit dieser Politik, die die fehlenden schlüssigen Konzepte mit Verboten zu Lasten der Bürger übertünchen will. Bevor nicht zusätzlicher Parkraum geschaffen wurde zum Beispiel Quartier-Garagen, beziehungsweise die Anzahl der Fahrzeuge nicht rückläufig ist, ist Gehwegparken notwendig.

Natürlich dürfen Gehwege nicht zugeparkt werden und Fußgänger oder Radfahrer behindern. Das muss auch konsequent unterbunden werden. Die meisten Autofahrer parken allerdings vernünftig und platzsparend auf dem Gehweg und das ist richtig und notwendig. Schließlich kann man nicht einfach die Luft rauslassen und das Auto mit in die Wohnung nehmen.

Solange der Individualverkehr nicht massiv auf öffentliche Verkehrsmittel verlagert werden kann, unser Land abhängig vom Auto und den entsprechenden Arbeitsplätzen ist, eine schlüssige Verkehrspolitik dank Verfehlungen – Herr Scheuer lässt grüßen – nicht existiert, werden Verbote zu nichts führen, außer zu viel Ärger und Unverständnis.

 

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Von
Roland Hess
Ort
Mannheim
Datum

Als wir unser Einfamilienhaus in Mannheim-Gartenstadt in den 80er Jahren bauten, mussten wir zwei Abstellplätze nachweisen. Diese Regel scheint nicht mehr zu gelten. Es werden Zwei- und Dreifamilienhäuser erstellt, ohne sichtliche Abstellplätze. Fährt man durch die Lampertheimer Straße, stehen beide Seiten voll mit Autos. Ein Durchkommen, gerade bei Busverkehr, ist fast unmöglich. Selbst bei Häusern mit Höfen, Einfahrten etc. werden diese nicht genutzt. Es ist einfacher und bequemer die Straße vollzustellen.

Ein einseitiges Parkverbot wäre sinnvoll und leicht durchzusetzen. Zudem würden die ach so leeren Kassen der Stadt bei Zuwiderhandeln klingeln.

 

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Von
Manfred Dengel
Ort
Mannheim
Datum
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Die nächste Runde im Kampf gegen das Auto und die individuelle Mobilität und Freiheit wird eingeläutet. Leser Roland Weber hat recht, wenn er sagt, dass durch die geplante Neuregelung des Gehwegparkens die Hälfte des vorhandenen Parkraums wegfällt. Den meisten Mitbürgern dürfte die Tragweite dieser Planungen noch nicht klar sein. Wo sollen denn die Autos dann hin? Zusammen mit der ebenfalls geplanten massiven Erhöhung der Gebühren für das Anwohnerparken wird dies wohl dazu führen, dass viele Autos verkauft werden müssen, wahrscheinlich wegen des dann entstehenden Überangebots zu Spottpreisen. Kalte Enteignung nennt man das. Da werden sich sicher viele Menschen in den Ländern jenseits des ehemaligen Eisernen Vorhangs und in Afrika über preisgünstige hochwertige Autos freuen.

 

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Von
Martin Thomas
Ort
Mannheim
Datum

Was für ein Glück, dass der gesunde Menschenverstand erst mal gesiegt hat. Die Maßnahme, in den Wohngebieten das Parken auf den Bürgersteigen zu verbieten und willkürlich Schulwege zu definieren (in Wohngebieten ist jeder Bürgersteig ein Schulweg!), hat in unserer Gartenstadt zu totalem Chaos geführt. Zunächst parkten alle auf beiden Seiten der Wotanstraße, so dass kein Notarztwagen mehr passieren konnte, geschweige denn die Müllabfuhr!

Das Passieren mit dem Auto war sehr viel gefährlicher, da die Sicht auf die Gehwege beziehungsweise Straßen viel eingeschränkter war als zuvor. Autos, die schnell durch die Wotanstraße fahren, habe ich in 23 Jahren nicht gesehen, dazu sind die Straßenverhältnisse viel zu marode und die vielen Vorfahrtsstraßen (rechts vor links) müssen ja auch noch beachtet werden. Leider erzeugt der Artikel den Eindruck, dass Herr Specht für die Maßnahmen des Ordnungsamtes verantwortlich wäre und auf Druck der Bürger zurückrudern musste. Richtig ist, dass Herr Specht auf grün-ideologisierten Druck des Verkehrsministeriums in Stuttgart tätig werden musste. Ihm ist aber zu verdanken, dass diese unsägliche Verordnung erst mal ausgesetzt ist

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Von
Martin Strickfaden
Ort
Mannheim
Datum

Ich kann mal wieder nur den Kopf schütteln in Bezug auf die Vorstellungen der politischen Parteien bezüglich Gehwegparken. Ich habe nicht im Geringsten den Eindruck, dass irgendjemand eine realistische Vorstellung hat, wie es in den Straßen aussieht. In meinem Wohnviertel gibt es viele Eckenparker, die fünf Meter Abstand zur Kreuzung werden grundsätzlich schon sehr lange nicht mehr eingehalten. Dies wird weder regelmäßig kontrolliert beziehungsweise bestraft. Am liebsten sollen sich die Autos in Luft auflösen und jeder fährt mit ÖPNV oder macht Car Sharing.

Wenn jetzt viele Menschen ihr Auto verkaufen würden, ist doch die Frage, wer soll denn diese Autos kaufen? Dann ist die weitere Frage, wenn viele ein Elektroauto kaufen sollen, weil ja dann alles besser wird…. Das braucht aber auch einen Parkplatz! Abgesehen davon, wenn die Autos nur noch auf der Straße parken dürfen, ist in den meisten Straßen, die ich kenne, kein Durchkommen für Rettungswagen, Feuerwehr, Müllabfuhr usw. Ich habe nicht den Eindruck, dass dies richtig durchdacht ist. Wir sind ein Autoland, haben eine große Autoindustrie und jetzt wird der Autofahrer wie ein Aussätziger behandelt, den es schnell loszuwerden gilt, mit allen Mitteln und aller Macht.

Vorschläge wie Quartiersgaragen kosten viel Geld und es gibt wieder jede Menge versiegelte Flächen.

 

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Von
Sabine Kalupski
Ort
Mannheim
Datum

Bereits mehrfach fiel in einigen Berichten im „MM“ das Wort „Parkraumkonzept“, da immer weniger Parkraum in Mannheim zur Verfügung steht. Meine Empfehlung an die Entwickler dieses Parkraumkonzeptes: Verpflichten Sie zunächst die Garagenbesitzer, Carporteigentümer, Hofeinfahrtspächter etc., ihre Autos an die dafür vorgesehenen Plätze zu parken. Damit wäre schon die Hälfte der auf der Straße geparkten Fahrzeuge weg.

Ich beobachte immer wieder – und das sogar schon bei uns im Neubaugebiet –, dass die neuen Garagen sofort (ohne dass je ein Kfz darin geparkt wurde) als Hobbywerkstatt, Gartenmöbeleinlagerungsstätte, Kistenverwahrungsraum etc. einfach wie selbstverständlich dem eigentlichen Nutzungskonzept entzogen werden. Eine weitere Beobachtung: Wenn einige Hausbesitzer es nicht wünschen, dass man vor ihrem Anwesen parkt, werden die eigenen Fahrzeuge so platziert, dass ein, eventuell zwei fremde Fahrzeuge keinen Platz mehr haben. Auch so wird Parkraum verschwendet.

Ein weiteres Problem ist die ständig steigende Zahl von Monteuren und mitarbeitenden Personen von Lieferdiensten, die plötzlich alle das Firmenfahrzeug vor die Tür stellen. Hinzu kommt noch, dass „normale“ Drei-Familien-Häuser pro Zimmer für Lieferdienste und Monteure vermietet werden und dann plötzlich 20 weiße Lieferwagen in der Straße geparkt werden. Ein Wohnhaus in Friedrichsfeld ist 15 Minuten zu Fuß vom Auslieferungslager „Amazon“ entfernt, also absolut zumutbar. Das gehört meiner Meinung nach ebenso zum Parkraumkonzept: Ansässigen Firmen klarmachen, dass dies so nicht funktioniert. Firmenautos gehören auf den Firmenparkplatz!

Und noch ein letztes: Bei Neubauten bitte nicht 0,8 Parkplätze pro Familie rechnen, veranschlagen sie bitte zwei Parkplätze pro Familie, nur so wird es realistisch. Vielleicht findet man recht bald eine Lösung, damit die Stadt nicht an ihrem sogenannten ruhenden Verkehr erstickt.

 

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Von
Rosemarie Sauer
Ort
Mannheim
Datum
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Als Mutter von drei kleinen Kindern bin ich täglich im Straßenverkehr zu Fuß und per Rad in Mannheim unterwegs. Jeden Tag erlebe ich Situationen, die es uns schwer machen, sicher und ohne Hindernisse auf Fußwegen unterwegs zu sein. Besonders schwierig ist es für meine Kinder mit dem Fahrrad, denn aufgrund ihres Alters dürfen sie noch nicht auf der Straße fahren, kommen aber oft auf den Gehwegen nicht an parkenden Autos vorbei. Besonders in der Wasserwerkstraße vor der Franklin-Klinik – um ein Beispiel zu nennen – parken jeden Morgen Autos mitten auf dem Fußweg.

Es gibt Straßen, in denen die Situation nicht so ist und Autos so geparkt werden, dass man als Fußgänger vorbeikommt (was nicht immer heißt, dass auch radfahrende Kinder vorbeikommen), aber ich finde es ein fatales Signal, die Verwarnungen nun einfach komplett auszusetzen.

Es muss klar sein, dass es im Straßenverkehr nicht nur um Autos geht, sondern auch um alle anderen Verkehrsteilnehmer. Es gilt, das Bewusstsein, dass es auch Räume für Fußgänger, radfahrende Kinder, Rollstuhlfahrer, etc. gibt und diese nicht einfach versperrt werden dürfen, zu stärken. Und ja, es muss gemeinsam mit Anwohnern nach Lösungen gesucht werden und es braucht in Zukunft neue Konzepte, aber dort, wo es jetzt schon ständig zu Behinderungen kommt, sollte das den dort parkenden Autobesitzern auch mitgeteilt werden.

 

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Von
Katja Klein
Ort
Mannheim
Datum

Mit großem Erstaunen habe ich gelesen, dass die Stadt nach Bürger-Protesten die Verwarnungen für Gehwegparken aussetzt. Wir als Bewohner*innen von Franklin kämpfen täglich darum, dass die Kinder auf dem Weg zur Schule auf dem Gehweg laufen können und nicht wegen dort parkender Autos auf die Straße ausweichen müssen. Seit diesem Schuljahr gibt es den Laufbus der Franklinschule, das heißt, die Kinder laufen in Gruppen auf festen Wegen und zu festen Zeiten in die Schule. Das funktioniert auch alles sehr gut, wenn nicht die parkenden Autos wären, und dies leider in vielen Bereichen im Stadtteil, auch im angrenzenden Käfertal.

Ich bin der Meinung, dass der Gehweg für Fußgänger*innen reserviert bleiben soll, die dort auch nebeneinander laufen können müssen. Im Grunde steht über allem die Frage: Wem gehört der öffentliche Raum und wie wollen wir ihn gemeinsam nutzen? Dies sollte ein zukünftiges Parkraumkonzept berücksichtigen und in der Zwischenzeit sollte das Parken auf Gehwegen gerade nicht legalisiert werden – im Gegenteil. Wir wünschen uns hier auf Franklin durchgängig begehbare Gehwege, und zwar nicht nur für die Schulkinder, sondern für uns alle!

 

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Von
Stefanie Heng-Ruschek
Ort
Mannheim
Datum

Ich möchte das Problem einmal kurz aus der Sicht der Fußgänger schildern: Ja, es stimmt, wann immer man in die Stadt fährt (ich mit der Bahn, ich habe kein Auto), wird der Verkehr nach meinem Eindruck schlimmer – egal zu welcher Tageszeit. Die Verkehrs- und Parkplatzprobleme haben ja vielleicht auch noch andere Gründe. Da ich fast täglich in die Stadt fahre, stelle ich fest, die Autos werden prinzipiell immer größer. Logischerweise gibt’s, je größer die Autos werden, desto weniger Stell- und Parkfläche. Die Folgen sind unverschämtes Parken.

Die Ein- und Zweifamilienhäuser haben fast alle Garagen, doch für die großen Fahrzeuge sind sie zu klein. Als diese Garagen gebaut wurden, gab es ja noch nicht solche Riesenautos. Nun werden die Garagen mit allem Möglichem zugestellt. Es wird, wie mir auffällt, auch nur über Autos debattiert, Fußgänger, alte Menschen mit Rollatoren, Menschen mit Kinderwagen – wo gehen sie? Immer öfter auf der Straße!

Ich habe tiefstes Mitgefühl und Trauer über diese verpestete Erde, auf der die Kinder dann leben müssen. Ich hörte neulich einen alten Herrn sagen „… das ist mein letzter SUV und nach mir die Sintflut“, das sagt mir alles.

 

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Von
Petra Stacha
Ort
Mannheim
Datum
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