Nur der Dirtpark? Das ist zu wenig

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Biotope wie hier am Krieglachring sind auch Lebensraum. © Berno Nix

Leserbrief zum Biotop im Flur 21/22 und zum Freizeitkickergelände:

Das Biotop aufzuwerten, ist super und schon lange geplant. Aber bitte daran denken: „Gestrüpp“ ist für viele Vögel überlebenswichtig. Kahlschläge wie an den Bundesstraßen sind hier nicht angesagt! Zwischen Zurückschneiden und Verstümmelung ist ein Riesenunterschied!

Nur weil es Fördermittel gibt, muss nicht gleich alles, was für die Natur gut ist, weg. Manchmal ist weniger mehr! Und im krassen Gegensatz zum Naturschutz ist, dass immer wieder im Gespräch steht, das Freizeitkickergelände zu bebauen. Außer der CDU hatte sich vor der Wahl jede andere Partei auf die Fahne geschrieben, das Gelände zu erhalten!

Hoffentlich vergessen sie das nicht in ihren Plänen. Den Dirtpark für die Jugendlichen zu erhalten, ist wichtig, aber zu wenig. Welchen Stellenwert haben Jugendliche – wo sollen sie denn hin? Ein Jugendhaus, das nur dreimal die Woche geöffnet hat, ist keine Alternative für ein jederzeit offenes Freizeitkickergelände.

Die Natur leidet schon genug unter den vielen Bebauungen und Straßen rund um Bürstadt. Wo sollen Insekten, Amphibien, Vögel, Wild und Fauna – das alles nennt man Biodiversität – denn noch eine Chance haben? Dort finden sie bis jetzt noch paradiesische Bedingungen.

Muss denn jede freie Fläche zugebaut werden? Was ist mit der innerstädtischen Verdichtung? Die Unterschriftenaktion der „IG Ackerflächen erhalten“ von 2019 für ein Bürgerbegehren hat eindeutig ergeben, dass Bürger gegen den weiteren Flächenverbrauch sind. Gilt das alles nichts?

Zum Thema Obdachlosenunterkunft kann ich nur sagen: Schämt euch, ihr Politiker! Seit mehr als zwei Jahren wird über einen neuen Standort gestritten. Nennt ihr das christlich und sozial?

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Von
Erika Metzner
Ort
Bobstadt
Datum

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