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Nein zur Wegwerfkultur

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Zum Artikel „Collini Center: Abriss-Gegner stellen Petition an den Landtag“ vom 29. November:

Um das im Pariser Klimaabkommen beschlossene Erwärmungslimit einzuhalten, müsste die Sanierungsquote statt von bisher einem auf vier Prozent erhöht werden – zu dieser Erkenntnis gelangt eine Studie des Wuppertal-Instituts für Klima, Umwelt, Energie, die im Auftrag der “Fridays-for-Future“-Bewegung durchgeführt wurde.

Bei einer Zerstörung wird die in den Aufbau der Gebäude investierte, sogenannte graue Energie, vernichtet und für den Abriss und den Neubau werden erneut enorme Ressourcen angezapft. Sollte die Stadt Mannheim den von der Wohnwerte GmbH & Co. KG gestellten Antrag auf Abriss des Wohnturms und der Galerie genehmigen, „versündigt“ sie sich allerdings nicht nur an der Umwelt, sondern auch an einem Denkmal, das die Silhouette der Stadt prägt.

„Brutalistische“ Gebäude mit Fans

Während „The Länd“ dem Collini-Büroturm den Denkmalstatus aberkennt, entdecken Architekten, Denkmalschützer und Fans weltweit den Wert „brutalistischer“ Gebäude. Ondrej Chybik vom angesagten tschechischen Architekturbüro Chybik+Kristof vergleicht brutalistische Bauten mit dem Seltenheitswert von Orchideen, die jedoch keinen Denkmalschutz genießen: „Wir sollten sie jedoch genauso schützen wie den Veitsdom in Prag“. Tschechien macht vielerorts die Transformation vor.

Mannheim hält sich viel darauf zugute eine lebendige, innovative Stadt zu sein. Dazu gehört auch, der Wegwerfkultur mit einem entschiedenen „Nein, danke“ zu begegnen.

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Gudrun Klupacek
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Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3mqy6hV 

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