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Deutsche Bahn Negative Kostprobe

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Zum Thema Bahn:

Wenn einer eine Reise tut – dann kriegt er’s manchmal mit der Wut! Nein, soweit lässt man’s doch nicht kommen, denn erstens ist die Pünktlichkeit der Bahn bekannt und zweitens gibt’s in den Abteilen sommers Kühlung, im Winter wohlige Wärme, nie defekte Toiletten, aber auch durch nie trübe Fenster herrliche, vorübergleitende Landschaften.

Immerhin muss man nicht auf den Verkehr, Ampeln, Radfahrer und dergleichen achten. Solches dachte ich auch, als ich vergangene Woche meine Verwandten für einige Tage in der Bodensee-Region besuchen wollte und natürlich auch aus Umweltschutzgründen mein Auto stehen ließ, und auch auf meine im Moment billigere Karte ab 60 zurückgreifen konnte.

Die Hinfahrt Heidelberg-Radolfzell verlief auch ohne besondere Vorkommnisse, wenn man den Schienenbus Hausach-St. Georgen mit einer Stunde Fahrtzeit und einer weiteren Stunde Wartezeit außerhalb des dortigen Bahnhofs außer Acht lässt. Bis Bahnhof Radolfzell brauchte man nur fünf Stunden. Doch den Halt in St. Georgen wollte ich bei der Heimfahrt umgehen und wählte die Strecke Donaueschingen-Freiburg. Abfahrt um 9 Uhr Radolfzell, mit Verspätung 11.30 Uhr in Freiburg. Frühstück fällt aus, denn der Zug nach Offenburg sollte gleich kommen. Sollte. Tat er aber nicht. Stattdessen Ansage: Zug fällt wegen „Vandalismus“ aus. Der Nächste Offenburg-Karlsruhe sollte 12.47 Uhr kommen, stattdessen Lautsprecher: „Zug kann nicht fahren wegen Personen auf den Schienen. Beachten Sie die Anzeigen!“ Mit den übrigen weit über 100 Betroffenen, ergibt man sich in sein Warteschicksal, Entfernen war nicht ratsam, es könnte ja doch ein Zug kommen.

Mit Auto sechs Stunden schneller

Nach zwei Stunden stehend!, denn die zehn bis 15 Sitzplätze waren besetzt, um 13.30 Uhr erschien der Zug nach Offenburg, eine Stunde Fahrtzeit: stehend. Ankunft 14.30 Uhr. Ab 15 Uhr nach Karlsruhe, Ankunft 16.15 Uhr, umsteigen in den S 3 Richtung Heidelberg, man schleppt den Koffer über zig Treppen, denn der einzige Fahrstuhl ist mit einer Schlange von Kinderwagen und Fahrrädern belagert, Hauptbahnhof 17.20 Uhr.

Mit dem Pkw hätte ich die Strecke statt in achteinhalb in zweieinhalb Stunden bequem hinbekommen. Doch ein Busfahrer tröstete mich mit den Worten: Was wollen Sie denn, ihr Rentner habt doch Zeit! Das war eine negative Kostprobe mit der DB. Bei solchen Pannen werden sich viele wohl überlegen, ob sie statt Auto auf „Bus und Bahn“ umsteigen.

 

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Erich Lehn
Ort
Heidelberg
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