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Leserbriefe Mobilitätswende mit Seilbahn?

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So stellen sich die Planer von urbanen Seilbahnen Stationen innerhalb der Stadt vor. © zatran GmbH

Zum Artikel „Seilbahn bis nach Heidelberg?“ vom 27. Dezember:

Die Fahrtzeit mit der Straßenbahn von Mannheim Turley bis nach Ludwigshafen-Friesenheim beträgt 30 Minuten. Mit dem privaten Pkw nur 16 Minuten. Darum haben sich in unserem Haus allein schon zwei Nachbarn zum Zweck der Zeitersparnis für Letzteres entschieden, um zur Arbeit zu kommen.

Als ich noch in Heidelberg-Rohrbach gearbeitet habe, nutzte ich auch den Wagen. Hier waren es 30 Minuten Fahrtzeit, während ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ebenfalls das Doppelte gebraucht hätte.

Im Umkehrschluss hätte ich insgesamt zwei Stunden meiner Freizeit investieren müssen, um zur beziehungsweise von der Arbeit zu kommen. Darum fällt es mir schwer vorzustellen, dass eine Seilbahn zwischen Ludwigshafen und Heidelberg über Mannheim zu einer echten Mobilitätswende beitragen könnte.

Fahrzeit nah am Pkw

Es mag in anderen Städten in anderen Teilen dieser Welt sinnvoll sein, aber für unsere Region sehe ich keinen wahren Nutzen. Nur weil Bundesförderungen winken, muss man nicht auf jeden Zug aufspringen. Die S-Bahn braucht zwischen Ludwigshafen-Mitte und Heidelberg Hauptbahnhof 20 Minuten. Das wird eine Seilbahn nicht toppen können.

Pro Gondel kann nur eine Handvoll Menschen transportiert werden, die zudem unterschiedliche Ziele haben. Wird da die Fahrt mit einer Seilbahn nicht zum ständigen Stop and Go? Ein Aerobus, wie damals zur Bundesgartenschau in Mannheim, oder auch eine Schwebebahn wie in Wuppertal dürfte effizienter sein.

Den drei Großstädten unserer Region wäre eher geholfen, wenn Pendlerinnen und Pendlern zusätzlich ein öffentliches Verkehrsmittel zur Verfügung stünde, das nah an die Fahrtzeit mit dem eigenen Pkw herankommt. Dann würden nämlich auch meine Nachbarn umsteigen.

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Im Verkehrsverbund hat man anscheinend noch viel Zeit zum Träumen. Wenn alle Mannheimer und Heidelberger Rentner sind und sich gegenseitig besuchen wollen, ist es bestimmt nett, das in einer Seilbahn zu tun.

Aber offensichtlich hat Herr Malik (Geschäftsführer!) nicht verstanden, wozu der öffentliche Personennahverkehr da ist: Möglichst viele Bürger in kürzester Zeit von A nach B zu bringen. Seilbahnen haben einen Systemfehler: Sie sind langsam. Es verbietet sich von selbst, nach Windkraftanlagen unsere Umgebung mit noch weiterem technischen Großgerät zuzustellen.

Die Begründung für diese Schnapsidee ist haarsträubend: Es gibt viel Geld vom Bund! Wenn wir immer so verfahren, haben wir bald ein atomares Endlager in der Stadt. Leider wird für die Planung solcher Ideen aber auch Geld ausgegeben, das die Fahrgäste des RNV entrichten. Dass mit deren Geld fünf (!) Planungsbüros beauftragt werden, ist ein Skandal.

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Rudolf Götz
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Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3sWv3Sk

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