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Mitarbeiter auf neue Arbeitswelt vorbereiten

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Zum Artikel „BASF denkt Arbeit neu und baut Büros um“ vom 28. September:

Neue Arbeitsformen wie Desk-Sharing und Home-Office sind die Zukunft, nicht nur bei der BASF. Doch es genügt nicht, den Mitarbeitern für den hybriden Arbeitsplatz neue Möbel oder Computer zu kaufen. Man muss sie auch mental auf die neue Arbeitswelt vorbereiten. Was hilft es, wenn er oder sie zuhause am Schreibtisch sitzt und der Nachbar klingelt, die Kinder Fragen zu den Schularbeiten haben oder die Wäsche aufgehängt werden muss. Besonders im Home-Office ist es wichtig, sich abgrenzen zu können. Es will gelernt sein, sich aus dem Alltäglichen herauszunehmen und konkret zu sagen: Ich möchte jetzt nicht gestört werden.

Seelisch ankommen

Auch im Büro mit Schreibtischen, die man vorher reservieren muss, darf man die Mitarbeiter nicht einfach sich selbst überlassen. Der Mensch braucht einen Ort, an dem er ankommen kann, an dem er sich sicher fühlt. Das ist neurowissenschaftlich erklärbar. Es beruht auf dem limbischen System beim Menschen, einer Hirnregion, die für die Emotionen zuständig ist. Bevor der Verstand einsetzt, haben die Gefühle unser Verhalten schon beeinflusst.

Wenn meine Sachen aber in einem Rollwagen verstaut sind, brauche ich Zeit, um diese Sicherheit aufzubauen. Ich muss nicht nur körperlich, sondern auch seelisch ankommen, indem ich meine persönlichen Sachen aufstelle und vielleicht dafür Rituale entwickle. Es gibt Übungen, mit denen ein solches Ankommen beschleunigt werden kann. Aber auch dafür müssen die Mitarbeiter trainiert werden. Das sollte genauso Teil der Betriebsvereinbarung sein.

 

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Von
Klaus Müssig
Ort
Viernheim
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