Mit anderen Augen

Von 
Leserbrief-Schreiber: Jürgen Althoff
Lesedauer: 

Zum Artikel „Wir wollen und müssen uns dort aktiv einbringen!“ vom 17.3.:

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Mit Kleinem fängt es an (Löbel versus Mieter), mit Großem könnte es aufhören – (Aserbaidschan versus Moral). Selbstverständlich ist Freundschaft zu anderen Ländern gut. Aber auch hier sollte man nicht mit Schmuddelkindern spielen, oder nicht mit ihnen ins Bett gehen. Wen wählt man für die Nacht? Wer verspricht die schönsten Gastgeschenke: Seide, Gold, Geld, vielleicht ein Koi für zu Hause, die Klavierstunde für die Tochter, ein Rasen für den Sportverein? Was bringe ich dafür zum Frühstück mit? Möglicherweise einen Sack Lobhudelei, eine Schachtel Lobbyismus; oder ich frage direkt, was ich daheim machen soll.

Aber wer von den drei Ländern der „Deutsch-Südkaukasischen Parlamentsgruppe“ sollte es denn sein? Georgien? Gefährlich, Streit mit Russland. Armenien? Geht schlecht, beschießt sich mit Aserbaidschan. Mist! Ach was, ich fliege nach Baku. Dort sind die Schöneren. Die Kollegen wollen ja auch alle dorthin.

Unter Teppich gekehrt

Jetzt meckern auch die „Granden“ der CDU. Einer von ihnen, Herr J. aus M. war ja selbst dort, auf Einladung aus Baku, als Wahlbeobachter. Wie geht das denn? Ein Mannheimer Politiker fliegt auf Einladung der Regierung, die alle auf dem Kieker haben, nach Aserbaidschan, um zu schauen, ob die angesagte Wahl auch anständig verläuft – häh? Was wird wohl noch alles ausgegraben, verschoben, unter den Teppich gekehrt? Natürlich werden nicht alle Nichtgenannten unbedingt eine weiße Weste haben. Es geht alle an. Korruption und Gier versus Moral.

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Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3tSsWwq