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Menschen schikanieren

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Zum Artikel „Stadt will Rangiermanöver verhindern“ vom 1. September:

Es besteht leider ein dringender Anlass zu fragen, ob Verkehrsministerium und Stadtverwaltung noch ganz bei Trost sind. Besteht an den Schreibtischen Langeweile? Es soll gegen Parken am linken Straßenrand gegen die Fahrtrichtung streng eingeschritten werden. Was soll das?

Die bisher geduldete, nun skandalisierte Gefährdungslage beläuft sich auf null und wird erst dadurch geschaffen, indem man einen Parkplatzsuchenden zwingt/zwingen will, entweder um den nächsten Block zu fahren oder eben ein spektakuläres Einparkmanöver/Rangiermanöver unter Ausnutzung des freien Parkplatzes zu starten. Man provoziert also genau das, wogegen man angeblich tätig werden will. Das gilt genau für die Straßen, in denen durch rechts- und linksseitiges Parken auch in korrekter Fahrtrichtung lediglich ein Fahrzeug die verbleibende freie Straße befahren kann.

Mit gesundem Menschenverstand

Die gleiche, eingangs gestellte Frage, wiederholt sich beim Thema Parken auf dem Gehsteig. Ohne diese Duldung – besser wäre eine generelle Abschaffung dieser antiquierten Regelungen aus dem Kaiserreich – fallen zwangsläufig die Hälfte aller bisher genutzten Parkmöglichkeiten in Mannheim und den Vororten schlichtweg weg. Zu dieser willkürlichen Problemverschärfung greift man, obwohl allerorten unstrittig fehlender Parkraum zu beklagen ist. Dabei gilt auch hier das Gleiche wie im Ausgangsfall: Wenn es zu realen Behinderungen kommt, ist ein Einschreiten geboten.

Alles in allem: Man kann sich nur wundern, wie schwer es offenbar einigen fällt, Sach- oder Problemlagen mit einem schlichten gesunden Menschenverstand zu betrachten und Lösungen danach auszurichten. Eine Verwaltung sollte bemüht sein, das Sinnvollste und Angemessenste für die Bürger zu regeln und nicht ihre Existenzberechtigung im Schikanieren der Menschen zu suchen.

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Von
Roland Weber
Ort
Mannheim
Datum
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Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3jCPAqf 

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