Meinungsmache und Unterstellung

Von 
Leserbrief-Schreiber: Olaf Kuehn
Lesedauer: 

Zum Artikel „Viel los, viele Verstöße – und die Stimmung heizt sich auf“ vom 11. Mai:

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In Ihrem Artikel schreiben Sie (neben zahlreichen anderen unsäglich unsachlichen Darstellungen): „In einem türkischen Supermarkt kauft jemand 30 marinierte Hähnchenspieße“ und schließen daraus auf eine „verbotene Feier“. Sie stellen Zusammenhänge her zwischen einem „übervollen“ Einkaufswagen und einer „Großfamilie“, konstruieren geschickt den Konsum von einem Spieß pro Person und so weiter – und schon entsteht ein Bild im Kopf des Lesers: „Verboten“.

Aber alles ist doch ok: Man darf so viel einkaufen, wie man möchte, man darf die Verwandten einladen nach Hause und man darf auch gleichzeitig 30 Spieße kaufen. Was man als seriöse Tageszeitung nicht darf, ist Meinungsmache in einem Artikel durch Konstruktion und Unterstellung. Dass Sie das alles noch in einen türkischen Zusammenhang bringen, ist Rassismus. Olaf Kuehn, Mannheim

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3bscLMG

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