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Meinungen zum Thema Reerdigungen

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Zum Artikel „Reerdigungen sind bisher nur in Schleswig-Holstein erlaubt“ vom 17. Juni:

Ich bin evangelischer Christ. Ich habe den Artikel gelesen und möchte dazu folgende Anmerkungen machen: Nach allgemeinem Verständnis kehrt die Seele nach dem Sterben zurück zu Gott, es bleibt also nur die Hülle. Bei der Beisetzung heißt es auch „Erde zu Erde – Asche zu Asche – Staub zu Staub. Das heißt also, dass nach dem Ableben, das, was Gott wichtig ist, eh nicht mehr vor Ort ist.

Wenn die Reerdigung also nur einen sowieso fortschreitenden Prozess beschleunigt – warum nicht. Zumal die erzeugte Erde wieder Grundlage für neues (pflanzliches Leben) ist – warum nicht. Ich gehe mal davon aus, dass der Kokon nicht öffentlich zur Schau gestellt wird. Sollten wir uns als Christen nicht eher an der Wiederauferstehung am jüngsten Tag orientieren?

Grundlage für Blumen

Unter dem Grabstein bleibt genau das, was bei der Bestattung gesagt wurde. Also lassen wir doch die Gläubigen selbst entscheiden, wie ihre Lieben beigesetzt werden und machen wir uns nichts vor mit einem – das war schon immer so. Die gewonnene Erde würde dann auf dem Friedhof als Grundlage für Blumen und Pflanzen dienen – und das ist eine viel schönere Erinnerung an unsere Lieben.

P.S. Ich frage mich jetzt, ob ich in die Württembergische Kirche konvertieren muss, wenn mir diese Bestattung zusagt.

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Oh je, wenn ich mir vorstelle (lieber stelle ich’s mir nicht vor) als Leiche in einem sogenannten Kokon – ich würde es als Kompostierbehälter bezeichnen – zu liegen und unter Zugabe von Grünschnitt und täglichem Drehen zu Erde verwandelt zu werden! Das Ganze dauert 40 Tage. Eventuell lande ich zum Schluss als Blumenerde beim Discounter. Nein danke, bitte nicht!

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Dagmar Achtstätter
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Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3tViM0h

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