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Klinikum Mehr Lohn fürs Pflegepersonal – aber nicht bei uns

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Zum Artikel „Kliniken schreiben rote Zahlen“ vom 13. Juli:

Es ist ein Skandal! Die Überschrift „Kliniken schreiben rote Zahlen“ lässt mich schon Böses ahnen. Ein gewisser Matthias Einwag (BWKG) „weist darauf hin, dass das Pflegepersonal im Südwesten rund 10 000 Euro im Jahr mehr verdiene, als in Mecklenburg-Vorpommern.“ Ja schämt der sich denn gar nicht? Wird der nicht rot bis über die Ohren? Gerne hätte ich gewusst, was dieser Herr Einwag verdient und das mal verglichen mit dem Verdienst des Pflegepersonals in den Intensivstationen.

Die Forderung kann doch nicht sein, dass Krankenhäuser Kasse machen, egal mit welcher unnötigen Knieprothese oder künstlichen Hüfte. Krankenhäuser sollten staatliche Institutionen sein, dem Gemeinwohl verpflichtet, genau wie Schulen und Straßen und wie früher Post und Bahn. Aber da sind ja die „Helden“ – an denen lässt sich doch sparen!

In die Schweiz auswandern

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Erst in die Hände klatschen und dann in die Fresse. Lohnangleichung der Helfenden in Mecklenburg-Vorpommern an den Verdienst in Baden-Württemberg? Da haben wir einmal ganz kurz gelacht! Umgekehrt geht‘s doch viel besser. Herr Einwag sollte aufpassen, wenn er das nächste Mal in der Röhre vom MRT liegt, dass er nicht ganz blöd in die Röhre guckt – weil vielleicht kein Fachpersonal da ist, das das Ding bedient.

Die könnten ja alle in die Schweiz ausgewandert sein. Dort weiß man, was Personal wert ist. Herr Einwag geht dann für seine künstliche Hüfte in ein Schweizer Krankenhaus. Die Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft, die so tief in den roten Zahlen steckt, sollte doch ganz offen sagen: „Ihr Pflegerinnen und Pfleger wollt mehr Lohn für gute Arbeit? Könnt Ihr haben – nicht bei uns, wir kürzen demnächst.“ Das wäre zumindest ehrlich.

Genia Ruland, Wiesloch

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3BNQTcZ

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