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Zum Artikel „Viel Streit um wenig Arbeit: die Vier-Tage-Woche“ Man muss an Verteilung gehen

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Zum Artikel „Viel Streit um wenig Arbeit: die Vier-Tage-Woche“ vom 21. August:

Ausgerechnet der Daimler-Personalchef hält eine Vier-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich für „wirtschaftlich nicht darstellbar“. Und der Südwestmetall-Hauptgeschäftsführer trompetet ins gleiche Horn und lehnt selbst einen Teillohnausgleich ab.

Tatsächlich gibt es im deutschen Unternehmenssektor eine gigantische Überschussliquidität von fast 520 Milliarden Euro – Geld, das nach Investitionen, Dividendenausschüttung und Schuldenbedienung übrig geblieben ist. So Wirtschaftswissenschaftler Professor Heinz-Josef Bontrup (Sprecher der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik) in der „Frankfurter Rundschau“.

Demgegenüber ist die Lohnquote seit 1993 ständig gesunken. Dadurch entgingen den Beschäftigten in diesem Zeitraum 1400 Milliarden Euro, die bei den Kapitaleinkommen gelandet sind. Abgesehen davon, dass Beschäftigte bei kürzerer Arbeitszeit produktiver sind, ist also eine Arbeitszeitverkürzung auf 30 Stunden pro Woche beziehungsweise eine Vier-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich bezahlbar. Man muss nur an die Verteilung ran.

Martin Hornung, Eppelheim

Originalartikel unter https://bit.ly/32oMlbZ

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mig/lok
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