Leserinnen und Leser dieser Zeitung zum Thema Corona

Von 
Leserbrief-Schreiber: Holger Hipp
Lesedauer: 

Zum Thema Corona:

AdUnit urban-intext1

Die Natur hat uns Menschen die Rote Karte gezeigt. Nach meiner Meinung war dies längst überfällig. Wir gefallen uns oft im Überbieten und wurden jetzt ein bisschen „zurechtgestutzt“. Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich stolz bin auf unsere Heimat, den Innovationen unserer Unternehmen, auf all denen die täglich an der Gesundheitsfront unermüdlich Dienst leisten.

Eine Mitarbeiterin einer Klinik bereitet Impfstoff gegen das Coronavirus vor. © dpa

Mannheim hat 309 119 Einwohner (31. Juli 2020) und Ludwigshafen 172 253 (31. Dezember 2019). Wenn jeder Bürger dieser Städte zehn Euro spendet, könnten wir gemeinsam einiges für Gastronomen, Kulturschaffenden und in Not lebenden Menschen in unseren Städten tun – packen wir es an! 
Holger Hipp, Ludwigshafen

Das Gerede vom FDP-Lindner ist nutzlos und nicht hilfreich. Es fehlen schlicht und einfach genügend Impfdosen. Die Politik hat genug bestellt. Die Pharmaindustrie konnte nicht liefern, aus irgendwelchen Gründen auch immer.

AdUnit urban-intext2

Eckehard Vilsmeier, Mannheim

Es begab sich zu einer Zeit in einem kleinen Land in der Mitte des Kontinents Urseleya, in dem viele Millionen Menschen vergnügt und ohne Sorgen lebten. Das Land trug den Namen Angeland. Leider wurde das Land von einer schweren Krankheit heimgesucht. Die Königin des Landes, die ihr Volk liebte und es wie eine Mutti beschützen wollte, machte sich große Sorgen.

AdUnit urban-intext3

Sie ließ Läden, Restaurants und Friseure schließen und verbot den Kindern, in die Schule und die Kita zu gehen. Enkel durften ihre Omas und Opas nicht mehr besuchen und Angestellte arbeiteten zuhause am Küchentisch. Da das Volk seiner Königin vertraute, ertrug es alle neuen Gesetze ohne zu murren. Trotzdem breitete die Krankheit sich weiter aus, was die Königin sehr betrübte. Daher entsandte die Königin den jungen und ehrgeizigen Sanitor, um zuverlässige Mittel gegen die Krankheit zu finden – zum Wohle des Volkes sollte Geld keine Rolle spielen.

Eilig nach Zaubertrunk gesucht

AdUnit urban-intext4

Sanitor zog also aus und beriet sich mit den Arzneikundigen des Landes. Sie empfahlen, dem Volk Masken zu schenken, und so wurde ein großzügiger Pakt geschlossen. Das waren die Untertanen der Regierung wert. Und Sanitor machte damit nicht nur das Volk glücklich, sondern auch die Arzneikundigen, die fröhlich die guten und teuren Masken verteilten und ab sofort keine staatliche Unterstützung mehr benötigten.

Eilig wurde auch nach einem Zaubertrunk gesucht und als dieser gefunden war, freuten sich alle sehr darauf, bald wieder ihre Familie, Freunde und Kollegen treffen zu können. Aber leider gab es nicht so große Töpfe, in denen die Zutaten gekocht werden konnten und die für alle Länder in Urseleya gereicht hätten. Daraufhin kaufte Sanitor riesige Töpfe und stellte viele Köche ein, damit mehr Zaubertrunk gekocht werden konnte – nur für Angeland! Die Küchenchefs, die lange auf so riesige Kochtöpfe gehofft hatten, kochten den Zaubertrank nun Tag und Nacht und waren zufrieden, dass sie dem Volk Gutes tun konnten.

Die braven Untertanen konnten ihren Augen kaum trauen und ihr Glück nicht fassen, denn nun konnten sie viel, viel mehr Zaubertrunk trinken als sie eigentlich benötigten, um gesund zu bleiben. Und sie waren der Königin für die Wohltat so dankbar, dass sie versprachen, tüchtig zuzugreifen, damit sie bald wieder fleißig zur Arbeit gehen und viele Steuern in die Staatskasse bringen könnten.

Und was macht der tüchtige Sanitor? Wenn er nicht gestorben ist, lebt er glücklich und zufrieden in seiner schönen Villa in der Hauptstadt von Angeland.

Christiane Haas, Mannheim

Wie erwartet, haben die Regierungsverantwortlichen eine Verlängerung der Corona-Maßnahmen vereinbart. Ich als Betroffener, der seine Bar geschlossen halten muss, habe grundsätzlich Verständnis für die Maßnahmen, würde vermutlich ebenso entscheiden. Was mich jedoch wütend macht, ist das lasche Sanktionieren von Mitbürgern, die sich nicht an die Regeln halten. Menschen, die mit ihrem Verhalten den Lockdown in die Länge ziehen und somit mitverantwortlich sind, dass Betriebe im Einzelhandel, der Gastronomie und dem Kulturbereich nach und nach endgültig schließen müssen.

Mir ist bewusst, dass sich die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung vorbildlich verhält, aber ich sehe eine Mitverantwortung der Verwaltung, wenn sie die Maßnahmen nicht in ausreichendem Maß kontrolliert und sanktioniert.

Thomas Schäffner, Mannheim