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Leserforum Leserbriefe zum Streitthema Corona

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„Corona-Schnelltest“ steht auf einem Plakat an einer Apotheke. Wer sich nicht impfen lassen will, wird künftig häufig zum Corona-Test müssen. © dpa

Zum Thema Corona:

Die geschenkten „Freiheiten“ lassen es zu, dass sich viele Menschen bis in die späten Abendstunden draußen aufhalten. Die Grünflächen, Bänke und Spielplätze sind ideal, um dort Mitgebrachtes mit Freunden zu konsumieren. Für mich wäre es selbstverständlich, alles, was ich mitgebracht habe, auch wieder mit nach Hause zu nehmen und dort zu entsorgen. Es ist traurig und höchst ärgerlich, dass viele Menschen gedankenlos ihre Hinterlassenschaften liegen lassen und andere zwingen, diese zu entsorgen. Desgleichen ärgert nicht nur mich, dass die Umgebungen der Schulen wieder verschmutzter sind, seitdem der volle Präsenzunterricht stattfindet. Es gibt doch überall Mülleimer in zumutbarem Abstand. Am schlimmsten sieht es an den Bushaltestellen aus!

Barbara Mohrdieck, Ladenburg

Die Maske ist das Symbol der Coronazeit und der nicht immer nachvollziehbaren Einschränkungen und dem Entzug von Rechten durch die Regierung. Die Diskussion Maskenpflicht oder nicht ist sehr unterschiedlich und hätte viel früher beginnen müssen. Dass das Ende der Pandemie kommen wird, war von Beginn an klar. Für Einschränkungen gibt es etliche Kriterien wie die Inzidenzzahlen, die dann sofort angeordnet werden. Für den Entfall der Maskenpflicht gibt es das nicht.

Wenn die Politik argumentiert, Maskentragen ist eine geringe hinnehmbare Maßnahme, so muss ich dem vehement widersprechen. Diese sind belastend, unangenehm und bei längerem Tragen nicht unbedingt gesundheitsfördernd. Private Treffen von 20 oder 25 Personen sind ohne Auflagen möglich. Und da achtet keiner auf Abstände. In einem Kaufhaus, wo ich am Ende weniger Kontakte und deutlich größere Abstände zu anderen Kunden habe wie bei einem privaten Treffen, muss eine Maske getragen werden. Zu verstehen ist dies nicht.

Masken sind mit ein Mittel der Erzeugung von Ängsten und Unsicherheit. Und dies soll offenbar möglichst lange aufrechterhalten werden? Warum, stellt sich die Frage. Sind wir Bürger so unmündig, dass uns keine Eigenverantwortung zugestanden wird? Es kann doch jeder selber entscheiden, ob er dies möchte oder nicht. Das gehört zur Freiheit und zur Demokratie.

Rainer Tiede, Biblis

Im Grundgesetz steht, dass jeder Mensch ein Recht auf Unversehrtheit hat. Dies betrifft auch die Entscheidung, ob man sich impfen lassen möchte oder nicht. Die Vorstellung, zur Impfung verpflichtet zu werden mit einem Impfstoff, der im Teleskopverfahren (verkürztes Verfahren) entstanden ist und nur eine bedingte Zulassung erhalten hat, ist beängstigend. Langzeitbeobachtungen haben nicht stattgefunden, so dass mögliche Spätfolgen noch gar nicht abschließend geklärt sein können. Mögliche adverse Effekte konnten ebenfalls noch nicht ausgeschlossen werden.

Mit Druck gegenüber sogenannten „Impfverweigerern“, mit Freiheitsbeschränkungen zu reagieren, ist für mich ein absolutes No-Go. Es ist derzeit noch nicht bekannt, ob die Impfung überhaupt zu einer sterilen Immunität oder nur zu einer klinischen Immunität führt. Jeder Arzt weiß, dass eine klinische Immunität die Infektiosität der Geimpften nicht unterbindet. Im letzteren Fall geht auch von den Geimpften eine Gefahr aus. Im Falle der klinischen Immunität nach der Impfung entstehen zudem die Mutanten.

Schon Lothar Wieler sagte im Januar 2021: „Je mehr wir impfen, desto mehr Mutationen werden wir haben.“

Gerhild Pabst, Heddesheim

Es muss endlich einmal eine Lanze gebrochen werden für alle Menschen, die sich nicht impfen lassen möchten. Die Stigmatisierung „Impfgegner, Impfverweigerer oder gar Corona-Leugner” muss aufhören. Es fühlt sich immer mehr an, als hätten wir Krieg. Noch haben wir eine Demokratie, in der die freie Meinungsäußerung und körperliche Unversehrtheit gelten.

Unerträglich sind die Forderungen des Ludwigshafener Klinikum Chefs H.-F. Günther, dass alle Mitarbeiter sich impfen lassen müssen, es gar eine allgemeine Impfpflicht geben solle sowie die Aussage des Rheinland-Pfälzischen Kassenärzte- Chefs Peter Heinz: „Der Druck auf die Ungeimpften muss steigen, denn sie sind eine Gefahr für die Gesellschaft. Keine Impfung, keine Freiheit“. Die verbalen Entgleisungen von Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, nehmen rasant und besorgniserregend zu. Merkt denn niemand, dass dies alles unsere Gesellschaft immer mehr spaltet, der Hass zunehmen wird und wir dann ganz andere Probleme haben werden als Corona? 2020 haben mehr als 9000 qualifizierte Pflegekräfte ihren Job gekündigt. Wenn nun weitere entlassen werden, weil sie sich nicht impfen lassen möchten, oder genötigt sind zu kündigen, wer versorgt in Zukunft die Kranken und Älteren?

Ich denke, die meisten, die sich nicht impfen lassen möchten, stehen einer Corona-Impfung aufgrund der ständig wechselnden Meinungen und Berichterstattung über die Wirkungsweise skeptisch gegenüber, kennen vielleicht auch jemanden, der mit erheblichen Nebenwirkungen zu kämpfen hatte. Und sind wir mal alle ganz ehrlich: Niemand weiß wirklich etwas über die Langzeitfolgen dieser erstmalig angewendeten Gen- und Nanotechnologie, kein Virologe, kein Mediziner, kein Wissenschaftler und erst recht nicht wir.

Simone Bauer, Meckenheim

Zugegeben sind die Disziplinierungsmaßnahmen des Klinikums Ludwigshafen gegen unwillige Mitarbeiter zur Corona Impfung schräg, aber genauso schräg ist es, dass ausgerechnet Mitarbeiter von Kliniken, die Intensivstationen in unmittelbarer Nähe, sich nicht gegen Corona impfen lassen. Da wird tagein, tagaus von dem „hohen Gut“ der Entscheidungsfreiheit der Mitarbeiter gesprochen. Wie steht es mit der Freiheit der Patienten in den Kliniken? Haben Patienten das „hohe Gut“ ihrer Freiheit, den Kontakt zu ungeimpftem Personal abzulehnen? Nicht genug, dass Patienten in unseren Kliniken große Chance haben, mit Krankenhausbakterien infiziert zu werden; jetzt auch noch die Befürchtung Corona!

Günther Ruhm, Mannheim

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