AdUnit Billboard

Lehrer wichtiger als Digitalisierung

Lesedauer

Zum Artikel „Bald fließt Geld an die Schulen“ vom 22. Februar:

Sie entsinnen sich wahrscheinlich: In den 1970er Jahren kamen Sprachlabore auf. Jede Schule, die etwas auf sich hielt, musste eines haben. Jetzt würde Sprachenlernen endlich zum Kinderspiel. Quatsch! Nach kurzer Zeit schon wurden diese sündhaft teuren Einrichtungen nicht mehr benutzt und nach einigen Jahren wieder abgebaut. Jemand hatte eine scheinbar tolle Idee gehabt, und alle, alle waren ihm gefolgt. Das wird mit der Digitalisierung des Unterrichts nicht anders sein.

Verknüpfung selber leisten

Routinierte Benutzung digitaler Medien ist heutzutage zwar wichtig. Aber genauso wenig, wie das Sprachlabor beim Erlernen einer Sprache geholfen hat, wird der Computer bei der Schulung der Denkfähigkeit, der Ausdrucksfähigkeit und beim Wissenserwerb helfen. Der Computer liefert Information (Wenn ich überhaupt weiß, wonach ich suchen muss, und dafür muss ich schon was wissen). Die intelligente Verknüpfung der Daten muss ich schon selber leisten. Grundwissen erwerben und Zusammenhänge erkennen, das ist es, wofür Kinder und Jugendliche zur Schule gehen.

Und, was alle Forschungen bestätigt haben: Am wichtigsten für den Lernerfolg ist die Lehrerpersönlichkeit – und nicht die Digitalisierung. Von Gottfried Mertens, Weinheim

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/2GLV4N3

Mehr zum Thema

Mehrere Milliarden

Bald fließt Geld an die Schulen

Veröffentlicht
Von
dpa
Mehr erfahren
AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1