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Konsequentes Handeln gefragt

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Zum Interview mit Diana Pretzell „Alleine schaffen wir das nicht“ vom 25. Februar:

Unter anderem Gebäudesanierungen, Entwicklung von Grünflächen, sowie Renaturierung werden von Frau Pretzell als Maßnahmen zur Erreichung der Klimaneutralität genannt. Wie kann es dann sein, dass wir eine Diskussion um den Friedrichspark haben, der von der Mannheimer Universität als Teil ihres Campus betrachtet wird und, nach dem Abriss des alten Eisstadions, mit mindestens drei Neubauten erweitert werden soll? Renaturierung und Entwicklung von Grünflächen habe ich mir anders vorgestellt.

Mit diesem Argument werden auch Alternativen abgelehnt. Arbeitnehmern*innen mutet man auch zu, längere Fahrzeiten durch moderne Verkehrskonzepte zu akzeptieren, zum Wohle der Gesellschaft und der Klimaschonung. Frau Pretzell zum Thema Gebäudesanierung: Wenn wir hier auf eine höhere Rate kommen, können wir schneller klimaneutral werden. Wieso wird dann aber ein Parkhaus mit Fassadenbegrünung abgerissen, um dann einen Neubau für die Stadtbibliothek zu errichten? Im Stadthaus, wo diese ja auch zur Zeit untergebracht ist, könnte man für das gleiche Geld die Räumlichkeiten entsprechend gestalten, um eine weitere Nutzung durch die Bibliothek zu ermöglichen. Das würde eine große Menge CO2 sparen und dem Stadtklima guttun.

Mannheim ist deutschlandweit die heißeste Großstadt. Das wird auch so bleiben, wenn man die eigenen Pläne durch nicht nachvollziehbare Maßnahmen konterkariert. Es ist absolut notwendig, dem Klimawandel mit allen Mitteln entgegenzutreten, aber wenn man Plänen und Worten nicht konsequentes Handeln folgen lässt, sondern immer wieder mit seinen Entscheidungen Fragezeichen aufwirft, wird man die Ziele nicht erreichen können und die Bürger*innen auf diesem Weg nicht mitnehmen können.

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Von
Michael Lange
Ort
Mannheim
Datum
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Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3vSSr4J

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