Kaum vorstellbar heute, eben doch eine „gute alte Zeit“

Von 
Leserbrief-Schreiber: Uwe Merkel
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Zum Artikel „Ansichten über einen Chartstürmer“ vom 30. Januar:

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Ergänzend zu den von Redakteur Jörg-Peter Klotz genannten Genesis-Konzerten, erinnere ich mich gut an unser erstes Live-Erlebnis mit dieser Band im Januar 1973, welchem etliche folgten. In jener Zeit vergingen selten mehr als zwei oder drei Wochen, in denen wir nicht irgendwo im Rhein-Neckar-Raum Konzert bedingt unterwegs waren.

So auch bei dem Event in der Heidelberger Stadthalle. Das Bandalbum „Foxtrot“ war gerade erschienen, Collins, kurz vor Vollendung seines 22. Lebensjahres noch am Schlagzeug, und der ursprüngliche Sänger Peter Gabriel, frisurtechnisch im Styling mit der legendären Tonsur der Anfangsjahre. Wir saßen völlig entspannt circa drei bis vier Meter vor der Bühne am Boden der Halle, wie das so üblich war.

Kein Gedränge, keine Hektik, alles „cool“. Neben uns die Wasserpfeife, anstelle von Wasser mit Himbeergeist gefüllt. Mithin war es eine Konzerttournee, welche die drei Bands (Lindisfarne/Genesis/Capability Brown) unter der Regie ihrer Plattenfirma vereinte und einem breiteren Publikum bekannt machen sollte. Blickt man auf den damaligen Eintrittspreis von neun Mark inklusive, so sind das etwa 1,50 Euro pro Interpret. Auch in den zahlreichen Music-Clubs der britischen Hauptstadt, wie zum Beispiel dem „Marquee“, waren Eintrittspreise zwischen 50 und 80 britischen Cent durchaus noch üblich. Kaum vorstellbar heute, eben doch eine „gute alte Zeit“. Uwe Merkel, Mannheim

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Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2Z3DPhk