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Leserbrief Käufer müssen Mindestlohn finanzieren

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Ludwigshafen. Zum Artikel „Mehr Kaufkraft durch Mindestlohn?“ vom 5. Januar:

Der „MM“ fragt in seiner Headline, ob „Mehr Kaufkraft durch Mindestlohn“ entsteht und zitiert unter anderem einen Institutsvorstand sowie den IG-Bau-Vorstand, welche sich eine „gesteigerte Kaufkraft“ beziehungsweise ein „kleines Konjunkturpaket“ versprechen. Nach meines Erachtens ist dies jedoch eine Fehleinschätzung.

Höhere Löhne sind volkswirtschaftlich gesehen möglich durch betriebliches Wachstum, Gewinnen oder wegen inflationären Einflüssen. Die geplante Erhöhung auf zwölf Euro durch die „Ampel“ ist jedoch nicht die Folge von Wertschöpfungsprozessen, sondern beruht auf sozialen Aspekten (Armutsbekämpfung, Gerechtigkeit). Die Betriebe werden daher gezwungen sein, ihre Preise entsprechend anzupassen.

Zweifellos entsteht durch die betroffenen Lohngruppen eine gesteigerte Kaufkraft. Diese wird aber gleichzeitig durch die höheren Preise auf der anderen Seite wieder entzogen, wovon alle Bevölkerungsgruppen betroffen sein werden. Unter dem Strich wird demnach das volkswirtschaftliche Sozialprodukt (Wertschöpfungskette) unverändert bleiben. Die gewünschten Effekte können daher nach meiner Meinung nicht eintreten. Ich kann jedoch die sozialen Motive der SPD zu einem höheren Mindestlohn absolut anerkennen. Finanzieren aber müssen das Ganze nicht der Staat, sondern wir Käufer.

 

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Jörg Müller, Ludwigshafen
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Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3zQuvyO

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