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Schwimmen in Mannheim Irrwitziger Ticketvorverkauf

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Wegen des Kartenverkaufs für Freibäder in Mannheim hat es einige Aufregung gegeben. Unser Bild stammt aus dem Carl-Benz-Bad. © Michael Ruffler

Mannheim. Zum Artikel „Stadt ändert Vorverkauf“ vom 12. Juni

Hallo, hallo, Herr Kaliske! Ich bin die Person, die sich über die frühen Vorverkaufszeiten beschwert hat und gleichzeitig kritisierte, dass das Frühschwimmen um 8 Uhr zu selten angeboten wird. Was, Herr Kaliske, irritiert Sie an dieser Kritik?

Sie wissen aus einer regen Korrespondenz, die seit Anfang Mai von mir mit dem von Ihnen geleiteten Fachbereich und mit Bürgermeister Eisenhauer geführt wurde, dass ich eine Seniorin (77) bin und auf der Rheinau wohne – und dass ich das Parkschwimmbad Rheinau in kurzer Zeit erreichen kann. Dass es nicht nur für meine Person positiv wäre, öfter früher zum Schwimmen zu kommen, dürften Sie sich schon vorstellen können. Ob dieser Wunsch jetzt unmittelbar etwas mit meinem Alter zu tun hat? Da bin ich mir nicht sicher, es kommen eigentlich zum Frühschwimmen nicht nur Greis*innen.

Jeden Tag das Bad genossen

Und in den vergangenen 30 Jahren war das Schwimmerbecken um 8 beziehungsweise 9 Uhr immer recht gut besucht, auch wenn Herr Eisenhauer mir schriftlich die Auskunft gegeben hat, dass „für das Parkschwimmbad Rheinau die Nachfrage für Frühschwimmer nicht hoch genug ist, als dass wir das Angebot auf mehr als zweimal wöchentlich ausweiten könnten.“

Soweit, so schlecht. Um nun noch mal auf den irrwitzigen Ticketvorverkauf an der Kasse des Eissportzentrums zurückzukommen. Herr Kaliske, Sie gehen also davon aus, dass eher Senioren die Barverkaufvariante wählen, womöglich noch eher Seniorinnen. Und da alte Menschen nicht mehr so viel Schlaf brauchen und auch öfter mal unter seniler Bettflucht leiden, ist es denen, nach Ihrer Lesart, durchaus zuzumuten, sich zweimal in der Woche um 6 Uhr in die Straßenbahn zu begeben, um Tickets fürs Schwimmbad zu kaufen. Wenn die Straßenbahn pünktlich ist, sind sie dann um 10 Uhr wieder zu Hause.

Aber das hatten wir ja alles schon. Ihre Aussage jedoch, dass die Kritik an diesen irren Kassenöffnungszeiten mich quasi disqualifiziert für weitere Änderungswünsche, ist, mit Verlaub, unverschämt.

Auch wenn Ihnen das seltsam erscheinen mag, ich bin sehr wohl selbst in der Lage, Online-Tickets zu kaufen. Und ich habe seit der Öffnung jeden Tag das tolle Bad mit dem wunderbaren Wasser genossen – auch wenn mein Mann diesen Sommer frühestens um 14 Uhr sein Mittagessen bekommt. Aber das kann mich doch nicht davon abhalten, auf offensichtliche Diskriminierungen hinzuweisen!

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Von
Monika Stender-Muy
Ort
Mannheim
Datum
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Info: Hier geht es zum Originalartikel 

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