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Immer an etwas herumnörgeln

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Zur Bibel in Gender-Sprache:

Herrgott noch mal, Frau Gott! Ich bekenne, ich habe von der neuen Bibelübersetzung erst jetzt gelesen. Überfällt die Genderitis jetzt auch noch die Kirche? Wer wollte da unbedingt ein Buch schreiben? Wird jetzt hier alles Altgewohnte über Bord geworfen, nur einer Modeerscheinung wegen, die einige Verbohrte forcieren?

Der Artikel im „MM“ inspiriert geradezu, provokante Fragen zu formulieren, die kaum jemand zu stellen wagt. Waren Multi-Theisten in Bezug auf Geschlechter-Ausgewogenheit den Mono-Theisten schon lange voraus? „Die Heilige“, „die Ewige“ usw. Der „Herr“ hat nach 2000 Jahren ausgedient. Die Göttin übernimmt das christliche Regiment; na gut, das Weibliche wurde – zugegeben – zu lange unterdrückt. Vielleicht gibt’s mal eine richtige Päpstin – okay – warum nicht. „Brüder und Schwestern im Herrn“, heißt es schon lange von der Kanzel. Reicht das nicht eigentlich? Nein!

Wir Christen mit blauen Augen sind denen mit braunen zahlenmäßig unterlegen. Wir wollen auch entsprechende Erwähnung. Bibel in gerechter Sprache mit blauen Augen, mit diversen Schattierungen. Wo bleiben hier die vielen verschwiegen Diversen. Tauchen sie irgendwo in der neuen Bibelübersetzung auf? Ist das geschlechtergerecht?

Als Forschungsobjekt interessant

War Jesus vielleicht auch divers? Wurde ER wirklich gekreuzigt, oder hat sich Maria Magdalena für IHN geopfert? Ein Lendenschurz ist kein Beweis. Es gibt kein Bild, verschwiegen Maria und Josef uns etwas? Was ahnte Pontius Pilatus? Wähnte er Jesus wirklich als Feind des Königs, oder wusste er mehr?

Die Bibel in „gerechter Sprache“. Als Forschungsobjekt gewiss interessant. Sonst überflüssig. Allein der Schluss des Vaterunser, der da lautet: „Du Gott, bist uns Vater und Mutter im Himmel“ wirft auf einmal die ganze Dreifaltigkeit über den Haufen. Ob Matthäus 6.9 das so gemeint hat? 2000 Jahre im Voraus? Bibel in „gerechter Sprache“ finde ich so überflüssig wie einen Kropf. Five years for nothing. Dafür hätten sie sich besser ins Bett gelegt. Aber immer wieder muss jemand (m/w/d) an etwas herumnörgeln. Ehrlich gesagt, ich find’s doof.

 

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Jürgen Althoff
Ort
Ludwigshafen
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