Image geschadet

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Zum Thema Fußball-WM:

Beim DFB erfolgt jetzt die große Aufarbeitung der verkorksten WM 2022 in Katar. Ich frage mich und Sie: Wo bleibt eigentlich die ebenso dringende Fehleranalyse und Selbstkritik unserer, daran beteiligten, dichten Medienlandschaft? Seit Wochen, wenn nicht gar Monaten, werden massiv gehässige Kommentare und geballte Kritik an der FIFA-WM-Vergabe, am Land Katar mit dem Umgang von Menschenrechten, geschlechtlicher Gleichstellung, mangelnder Demokratiekultur, fehlender Toleranz, bis zu Boykottmaßnahmen und dergleichen geübt (und ständig erneuert).

Glaubwürdige Bilanz

Grundsätzlich halte ich die Debatte zwar für berechtigt, aber diese überzogene „Kampagne“ hat sichtbar unserem deutschen Image geschadet. Auch die Spieler der deutschen Nationalmannschaft wurden dadurch total verunsichert und von ihrer eigentlichen Aufgabe abgelenkt. Das traurige Ergebnis liegt nun vor uns, und der Scherbenhaufen muss beseitigt werden.

Unsere Medien tragen bekanntermaßen eine hohe Verantwortung für das gesellschaftliche Klima in unserem großartigen Land. Ich wünsche und hoffe, dass Sie den Lesern und sonstigen Medienkonsumenten eine offene und glaubwürdige Bilanz zu dem unbefriedigenden Endergebnis liefern werden.

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Jörg Müller
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Ludwigshafen
Datum

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