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Freibad Ilvesheim bald auf dem Trockenen

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Gerhard Feuerstein, Ilvesheim

Jedes Mal wenn ich zum Ilvesheimer Sportplatz fahre und die traurigen Überreste von unserem einstmals wunderschönen Freibad sehe, geht mir „auf gut Ilvasarisch“ das Messer in de Dasch uff! Im Jahr 1951 hat der angesehene, weitsichtige Bürgermeister Jakob Vögele mit ebenso zukunftsorientierten Gemeinderäten – allesamt Landwirte, Handwerker und Baufachleuten – aus einer Kiesgrube ein Schwimmbad gebaut. 2020 haben hochintelligente IT-Spezialisten, Akademikerinnen, Finanzfachleute aus einem schönen Freibad mit 50-Meter-Schwimmbecken und Kinderbecken wieder eine Kiesgrube gemacht (Renaturierung). Offenbar haben diese schlauen Leute von Sanierung oder Reparatur noch nichts gehört oder Ilvesheim liegt auf einem anderen Stern und diese Außerirdischen wissen nicht, dass man – wie zum Beispiel in Schriesheim (Freibad) oder in Heddesheim oder Ludwigshafen – Hallenbäder auch sanieren kann.

Ich kann mir nicht vorstellen, ob diesen ehrbaren Herrschaften bewusst ist, was sie den Ilvesheimer Kindern und nicht mehr so mobilen älteren Bürgern wahrscheinlich über viele Jahre hinweg genommen haben? Besonders scheinheilig finde ich es, wenn man noch darüber jammert, dass immer weniger Kinder schwimmen lernen und gleichzeitig das angeblich marode Hallenbad, welches auch noch an exponierter Stelle zwischen Schule und Sporthalle steht, was kurze Wege für unsere Schüler bedeutet, im nächsten Jahr abreißen will. Dann sitzt unsere Insel ganz auf dem Trockenen!

Radschnellweg durch Wohngebiet

Hier stellt sich noch die Frage, wie man es überhaupt noch wagt, ein angeblich marodes Bad noch an eine Kinderschwimmschule zu vermieten und es auch noch für die Öffentlichkeit zu nutzen ist. Wer trägt die Verantwortung bei einem eventuellen Schaden mit Verletzten oder gar Toten? Sie, Herr Bürgermeister oder diese Kombibad-Fanatiker? Aber nicht nur die Misere um unsere zwei Bäder zeigt, wo in Ilvesheim der Hase im Pfeffer liegt. Ist es doch erstaunlich, mit welcher Demut und Obrigkeitshörigkeit die Entscheidung hingenommen wird, einen Radschnellweg durch ein Wohngebiet zu bauen. Statt mit allen zu Gebote stehenden Mitteln dagegen zu kämpfen, dass dieser Schwachsinn verhindert wird, wo Unfälle mit Fußgängern und Radfahrern an den Engstellen unter den Brücken vorprogrammiert sind.

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Veröffentlicht
Von
Torsten Gertkemper
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