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Hilfe aus Ladenburg

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Zum Artikel „Was ein Fachkollege zu Gülcks Wirken sagt“ vom 2. August:

In einem EU-Projekt zur Geschichte des Kinos habe ich gemeinsam mit Historikerinnen und Historikern aus Frankreich und Deutschland knapp 40 Regional- und Stadtarchive angeschrieben. Wir waren auf der Suche nach Polizeiakten, wollten wissen, welche Filme verboten wurden, wann es erste Probleme mit dem Jugendschutz gab, wollten Propaganda der Nationalsozialisten dokumentieren und generell mehr über das Verhältnis zwischen Kino, Publikum und Obrigkeit abseits der Großstädte erfahren.

Ein einziges Archiv hat uns geantwortet: Ladenburg. Dort lagen nicht nur die Akten bereit, es gab auch engagierte Hilfe bei der weiteren Recherche, und als mein Fotoapparat versagte, lieh mir der Archivar Oliver Gülck seine Kamera. Sogar eine sorgsam von ihm redigierte Zweit-Veröffentlichung des Kino-Artikels in den Ladenburger Jahrbüchern hat er mir ermöglicht.

Dass Ladenburg so ein hervorragendes Archiv besaß, habe ich auf das Bewusstsein der Stadt für ihre lange Geschichte zurückgeführt. Nie hätte ich für möglich gehalten, dass es von einer Person alleine geleitet wurde. Es gäbe dort noch viele Schätze zu heben. Doch ohne professionelle Betreuung ist keine Forschung mit den spannenden Quellen aus Ladenburg mehr möglich.

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Von
Philipp Osten
Ort
Hamburg
Datum
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Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3P7h97y

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