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Hier wird Kasse gemacht

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Zum Artikel „Weniger Tempo-Verstöße, mehr Vandalismus gegen Blitzer“ vom 2. Februar:

Ein Herr Eberle, meines Wissens Chef der Verkehrsbehörde Mannheim, betont bei jeder passenden Gelegenheit: Bei unseren Geschwindigkeitsmessungen, geht es nicht ums Geld. Wir messen auch hauptsächlich an neuralgischen Punkten, wie Schulen, Kindergärten, oder an besonders gefährlichen Stellen. Mein Verdacht – und nicht nur meiner– ist, dass diese Aussage, nicht der Wahrheit entspricht, wurde mir kürzlich, von seinen Mitarbeitern geliefert.

Vor ein paar Tagen erhielt ich Post vom Amt für Sicherheit und Ordnung. Darin wurde mir mitgeteilt, dass ich in der Spreewaldallee, mit 57 statt der erlaubten 50 Stundenkilometer in geschlossener Ortschaft geblitzt wurde. Ich bin also auf einer vierspurigen Straße, auf der mal 70 Stundenkilometer, erlaubt waren, mit 57 Stundenkilometer gerast. Es war mir bisher nicht bekannt, dass eine solche Straße durch ein Industrie-Gebiet zur Kategorie geschlossene Ortschaft gehört.

Sicher, es gibt eigentlich keine Entschuldigung. Dort stehen nun mal 50er-Schilder und hätte ich besser aufgepasst, hätte ich auch den Blitzer-Hänger sehen können. In der Spreewaldallee gibt es keine Wohnbebauung, keinen Kindergarten, es sind so gut wie keine Fußgänger unterwegs. Ist diese Straße also ein Gefahrenpunkt? Nein, hier soll eindeutig Kasse gemacht werden! Warum sonst steht der Mess-Hänger, unüblicherweise, jetzt schon mehrere Wochen an dieser Stelle?

Herr Eberle teilt auf Reporterfragen immer gerne mit, dass die Bilanz der Verkehrsüberwachung durch Blitzanlagen in etwa ausgeglichen ist. Das heißt, es wird kein Gewinn gemacht. Mit dem Blitzer in der Spreewaldallee soll aber wohl die Bilanz mehr zur Habenseite verbessert werden. Die Blitz-Anlagen dienen ausschließlich der Verkehrssicherheit? Mit Sicherheit nicht!

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3IuOlmW

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