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Grillen sollte ganz verboten sein

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Zur Reportage „Das gute Wetter lädt zum Baden ein“ vom 14. Juni:

Ich vermute, das Foto wurde am frühen Samstagvormittag aufgenommen und der wohlwollende Artikel dazu verkennt die Problematik, die mit diesem „kostenlosen“ Freizeitspaß einhergeht. Ich war am selben Tag nachmittags spazieren und das Bild, das sich mir bot, war ein anderes!

Zunächst mal kommen die allermeisten mit dem Auto und parken bis hinein ins Wallstädter Neubaugebiet, wo sowieso schon Parkplatzmangel herrscht. Slalomfahrt für die Leute, die dort wohnen! Die wenigen vorhandenen Parkplätze sind auch nicht für die Badegäste gedacht, sondern für Anwohner, unter anderem ein Behindertenheim und eine Einrichtung der Kindernothilfe. Die Polizei war gerade dabei, Strafzettel zu verteilen (war auch im „MM“ angekündigt worden). Überall wurde gegrillt!

Auf der Vogelstangseite war ein Pavillon aufgebaut und mindestens 25 Leute waren darunter versammelt! Laut Coronaverordnung galt immer noch, dass sich höchstens zehn Personen aus drei Haushalten treffen dürfen. Selbst wenn einige schon vollständig geimpft waren, hätte das einer Überprüfung nicht standgehalten.

Müll zurückgelassen

Außerdem gibt es auf dieser Seite des Sees keinerlei Toiletten und auf der Wallstädter Seite eine Toilettenanlage, die entweder geschlossen oder total verdreckt ist. Wo wird das kleine und große Geschäft der vielen Menschen verrichtet, die oft den ganzen Tag am See verbringen? Im See und im Gebüsch! Ganz abgesehen von dem Müll, der natürlich zurückgelassen wird. Selbst am Kinderspielplatz liegen Einweggrills unter den Sitzbänken!

Da sollte der „Mannheimer Morgen“ nicht auch noch Werbung für den kostenlosen Badespaß machen! Nichts gegen Schwimmen im See, aber mit dem halben Hausstand zu kommen (Tische, Bänke, Hängematten, Grills etc.) geht zu weit. Grillen sollte ganz verboten sein!

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/35tfBQU

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