Gräben zuschütten

Von 
Leserbrief-Schreiber: Klaus Sponagel
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Zum Kommentar „Ab ins Homeoffice!“ vom 9. Januar:

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Der Kommentar von Herrn Serif beginnt mit dem Satz „Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer ist zweifelsohne eine Nervensäge“. Das ist erstens sachlich falsch, denn Herr Palmer ist vielleicht nach der Meinung von Herrn Serif eine Nervensäge, aber sicher nicht zweifelsohne. Und zweitens ist das aus meiner Sicht beleidigend.

Es wird aktuell in den sozialen Medien so viel beleidigt, geschimpft und stigmatisiert. Die Bevölkerung ist so gespalten, es werden so viele verbale Steine geworfen. Selbst eine Parteivorsitzende schafft Wortkreationen wie „Covidiot“. Ich würde mir wünschen, dass die Medien dem rauen Umgangston in der Gesellschaft etwas entgegen wirken und nicht noch Öl ins Feuer gießen. Ich würde mir auch wünschen, dass unterschiedliche Meinungen in der Gesellschaft wieder zulässig sind. Man muss ja nicht einer Meinung sein. Aber tolerieren sollte man andere Meinungen schon. Und mit etwas Großmut kann man diese Toleranz seinem Gegenüber ja auch mal mitteilen. Das wäre dann schon der erste Schritt, Gräben wieder zuzuschütten. (von Klaus Sponagel, Bensheim)

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Veröffentlicht
Von
Walter Serif
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