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Goldiger Minister

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Zum Artikel „Spahn: Impfen in Apotheken denkbar“ vom 11. Oktober:

Ach, ist er nicht goldig unser Gesundheitsminister, er überrascht uns fast wöchentlich. Vor ein paar Wochen hat er die niedergelassenen Ärzte noch wegen ihrer Faulheit gerügt, öffentlich fast ausgepeitscht und gesagt, dass sie aus diesem Grund nicht mehr Geld bekommen könnten. Jetzt hat er mal genau hingeschaut und gesehen, die Praxen sind ja nicht nur voll, sondern überfüllt! Und deshalb sollen jetzt sogar Apotheker impfen dürfen, um die Ärzte zu entlasten.

Nur: Wie soll das in der Praxis umgesetzt werden? Erstens muss hier Personal ausgebildet werden, zweitens müssen die Räumlichkeiten vorhanden sein (Herr Spahn glaubt doch nicht im Ernst, dass sich Patienten in den Verkaufsräumen ausziehen). Und dann bleibt da noch die Frage nach der sanitären Ausstattung. Gibt es dafür Geld vom Gesundheitsminister? Für die Ärzte ist seit Jahren kein Geld vorhanden, sie werden nicht nur nicht leistungsgerecht bezahlt, Leistungen werden teilweise überhaupt nicht honoriert. Die nächste Grippewelle wird, trotz enormem zeitlichem Mehraufwand überhaupt nicht bezahlt.

Was steckt dahinter?

Also, was steckt hinter diesem Gedankenwandel? Hat Herr Spahn angefangen, sich mit der Gesundheitspolitik im Allgemeinen und der Situation der Ärzte im Besonderen zu befassen? Was steckt tatsächlich dahinter? Ach, Herr Spahn, decken Sie doch einmal Ihre (gezinkten) Karten auf, wären Sie doch einmal ehrlich, auch den Patienten gegenüber, ein einziges Mal. Man würde Sie fast schon in den Arm nehmen müssen. Nein? Die AfD freut sich.

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