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Finanzierung der Forschung

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Zum Artikel „Wie kam das Virus in die Welt?“ vom 4. Oktober:

Leserbrief Karin Steffan

Noch immer ist unklar, wie das Virus in die Welt kam. Das Deutsch-Amerikanische Institut befasst sich im Rahmen einer wissenschaftlichen Vortragsreihe mit diesem doch so wichtigen Thema. Das finde ich sehr gut! Die Suche nach der Übertragbarkeit von Tier auf Mensch wurde leider in der Vergangenheit vernachlässigt. So wurde bereits beim Auftreten des SARS-Virus vor mehr als 15 Jahren darüber geforscht.

Hier drängt sich mir der Verdacht auf, dass für diese Forschungen und deren Weiterverfolgung nicht genügend Mittel bereitgestellt wurden oder die Folgen wurden massiv unterschätzt. Mit Impfstoffen und Medikamenten lässt sich eben sehr viel Geld verdienen. Warum in eine Forschung investieren, die uns frühzeitig, vor dem Auftreten von Covid-19 wichtige Erkenntnisse über die Übertragungswege gebracht hätte, vielleicht eine weltweite Pandemie vermieden oder zumindest deren Folgen gemildert hätte?

Ich hoffe, dass die aktuelle Forschung ernsthaft weiterverfolgt und weltweit ausreichend finanziert wird. Nicht nur wegen Corona, sondern auch wegen zukünftiger Pandemien. Das ist neben der Ursachenerforschung bezüglich der Klimaveränderungen und dem Erhalt der biologischen Vielfalt ein ebenso wichtiges Thema. In der Politik spielt die Thematik der Ursachenforschung sowie der Übertragungswege der Viren offensichtlich bisher keine große Rolle. Zumindest habe ich noch nicht gehört, dass sich unsere Gesundheitspolitiker damit befassen oder entsprechende Forderungen erhoben hätten. Das ist umso erstaunlicher, weil die Regierung sich ansonsten sehr stark daran orientiert, was Herr Wieler und Herr Drosten empfehlen. Beide haben explizit auf diese Problematik aufmerksam gemacht.

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Karin Steffan
Ort
Mannheim
Datum

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3FrmyCO

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