AdUnit Billboard

Leserbrief Feuer geschürt

Lesedauer

Zum Thema Journalismus:

Das Peinliche am öffentlich rechtlichen Fernsehen und der Presse sind nicht die Dinge, die berichtet werden. Das Unverschämte sind oft die Dinge, die verschwiegen werden. Auch sind es oftmals Fragen, die ungestellt bleiben.

Unser Kanzler hatte vor der Wahl mitgeteilt, Deutschland sei nicht abhängig vom russischen Gas, Habeck sagt, wir haben kein Stromproblem. Beide Falschaussagen blieben seitens der Journalisten widerspruchslos. Viele Journalisten sind im Hauptberuf nicht mehr Journalist, sondern Aktivist oder – noch schlimmer – Postenschieber und Spesenritter, wie die Dame beim RBB.

Die 8,5 Milliarden Euro vom Staat garantierten GEZ-Einnahmen ermuntern zu einem derartigen Geschäftsmodell. Es ist in vielen Redaktionen zu einem hohen Maß an Gleichförmigkeit gekommen. Beispiele: Gendern lässt die Bürger verzweifeln, dennoch wird es aufgezwungen oder wie in der Russland-Politik gilt Kritik bis heute als unpatriotisch.

Die mittlerweile unbestreitbare Tatsache, dass die Sanktionen nicht nur die russische, sondern in besonderer Weise die deutsche Volkswirtschaft beschädigen, wird nicht wirklich thematisiert. Warum nicht? Stattdessen rufen fast alle Medien wie in Trance nach „Entlastungspaketen“ des Staates, die in Umfang und Denkungsart mittlerweile einem bedingungslosen Grundeinkommen gleichkommen. In Freibierlaune wird „You will never walk alone“, gerufen!

Diese fast obszön zur Schau getragene Unbedarftheit in Wirtschaftsfragen ist kein Kavaliersdelikt. Jüngst hat der Wirtschaftsminister mit der Gasumlage einen weiteren Treffer in Dummheit gelandet. Die gleichen Journalisten, die wegen des falschen Lachens von Laschet in Dauererregung verfielen und Sonderschichten der Empörung gefahren haben, sind jetzt verstummt, da sie die ökonomischen Grundrechenarten nicht beherrschen oder als journalistischer Aktivist eben „Grüner“ sein müssen.

Gesetzesbrecher als Aktivisten

Lust- und absichtsvoll werden die Boulevard-Schauplätze besucht, weil man selber am Besten weiß, dass man bei Ökonomie vollkommen ahnungslos ist. So hat dann der journalistische Schwadroneur seinen großen Auftritt. Dieser Journalist weiß nicht, wie man eine Bilanz liest. Aber er weiß, wie man das Feuer der Empörung schürt. Er kann Erlös nicht von Ertrag unterscheiden, aber er ist ein ausgewiesener Experte im Übelnehmen und Verleumden. Auch deshalb haben viele von Journalismus auf Aktivismus umgesattelt. Im Kampf für die „gute Sache“ – so die Hoffnung – fällt nicht sofort auf, dass man von der Sache selbst nichts versteht.

Immer die gleichen dummen Rufe, die arbeitende Bevölkerung (Die Reichen) zugunsten der Transferempfänger zu belasten. Gesetzesbrecher werden als Aktivisten verharmlost, die das Recht auf körperliche Unversehrtheit bei ihren Aktionen für sich in Anspruch nehmen, aber Krankenwagen blockieren und billigend in Kauf nehmen, dass Menschen deshalb sterben.

Versandform
Von
Martin Müller
Ort
Datum
AdUnit Content_1
AdUnit Mobile_Pos2

Mehr zum Thema

Debatte Warum ist die Rente ab 70 ein Muss?

Veröffentlicht
Mehr erfahren

Kommentar Volksfeste in der Energiekrise: Bitte keine Symbolpolitik!

Veröffentlicht
Mehr erfahren
AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1